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Miami Vice – Die Serie


26.08.2006 (N. Galetzka) Kategorie: Kultur

Bild: www.kabeleins.de

Nachdem am 24. August 2006 der Film „Miami Vice“ in Deutschlands Kinos kam, wollen wir zusätzlich zu unserer Rezension einen kleinen Rückblick wagen. Wer „Miami Vice“ hört, der denkt an einen Kult. Der Grund dafür ist, dass es sich um eine der populärsten Fernsehserien handelt, die in den 1980er Jahren produziert wurde.

Serieneckdaten und Handlung

Begonnen hatte alles mit der Idee von Anthony Yerkovich, der später auch zusammen mit Michael Kenneth Mann, George Geiger und Dick Wolf als Produzent fungierte. Produziert wurde von 1984 bis 1989 in den USA. Die Erstausstrahlung erfolgte in den USA am 16. September 1984 (englisch) und in Deutschland am 6. Dezember 1986 in der ARD (deutsch synchronisierte Fassung). Es gab fünf Staffeln, bestehend aus 112 Episoden, wovon zwei Doppelfolgen waren. Jede Folge hatte eine Länge von rund 45 Minuten. Die Musik ist von Jan Hammer. Die Serie reiht sich in das Genre Drama beziehungsweise Krimi ein.

Die Serie spielt in Miami, Florida, USA. Dort arbeiten die beiden Polizisten des „Miami Vice Squad“ James Crockett (Deckname: Sonny Burnett) und Ricardo Tubbs (Deckname: Ricardo Cooper) als verdeckte Ermittler. Ihr Auftrag ist die Verfolgung von Geldwäschern, Drogenhändlern und Waffenschmugglern.

Besetzung und Gastrollen

Don Johnson: Detective James „Sonny“ Crockett (Synchronstimme: Reent Reins)
Philip Michael Thomas: Detective Ricardo Tubbs (Synchronstimme: Lutz Mackensy)
Saundra Santiago: Detective Gina Navarro Calabrese
Olivia Brown: Detective Trudy Joplin
John Diehl: Detective Larry Zito (Staffel 1 bis 3)
Michael Talbott: Detective Stanley Switek
Edward James Omos: Lieutenant Martin Castillo
Martin Ferrero: Izzy Moreno
Sheena Easton: Caitlin Davies (Staffel 4 bis 5)
Charlie Barnett: Noogie Lamont (Staffel 1 bis 3)
Belinda Montgomery: Caroline Crockett
R. Emmett Fitzsimmons: Perkins
Pam Grier: Valerie Gordon

Miami Vice war jedoch nicht nur bei den Fans beliebt. Ex-US-Präsident H. W. Bush bemühte sich im Rahmen seiner damaligen Anti-Drogen-Politik um eine Gastrolle, zu der es nie kam. Viele Schauspieler, Stars und Prominente waren hingegen in Gastrollen zu sehen. Hierzu zählen unter anderen Phil Collins und Miles Davis. Für damalige Unbekannte wie Bruce Willis, Julia Roberts und Wesley Snipes diente die Serie zum Teil als Sprungbrett ihrer Karrieren.

Stil

Der Stil war etwas, was die Serie ausmachte. Sie galt als Trend weisend, was die Ausstattung sowie Drehbücher betraf und immer noch betrifft. Frisuren, Zeitlupensequenzen, überlange Einstellungen der Gesichter, schnelle Bildfolgen, pastellfarbene Beleuchtung und Kulissen sowie mit Neonlicht grell ausgeleuchtete Szenen haben viel mit Videoclips dieser Zeit gemeinsam gehabt.

Die Protagonisten sind Idole und prägen den Zeitgeist der 1980er. Besonders die Männermode wurde stark durch die Kleidung von Don Johnsons Rolle geprägt. Sakkos in Pastellfarben, Wayfarer-Sonnenbrillen von Ray Ban, Lederslipper ohne Socken und Sportwagen – bevorzugt italienische – gehörten zu den Markenzeichen.

Musik

Auch die Musik prägte die Gesellschaft. Zahllose Musiktitel der namhaftesten Rock- und Popgrößen fanden sich in der Serie wieder. Genannt seien hier folgende als Stellvertreter: Bryan Adams, Phil Collins, Tina Turner, Depeche Mode, Peter Gabriel, Billy Idol, The Who, Frankie Goes To Hollywood, Foreigner, Jackson Browne, Glenn Frey, Yellow, The Hooters und Bryan Ferry.

Die Titelmusik von Jan Hammer schaffte es unter anderem auf den ersten Platz der US-Singlecharts und noch heute kennt noch jeder „Theme from Miami Vice“. Auch „Crockett’s Theme“ schaffte es in einigen Ländern Europas bis in die Top 5.

Veröffentlich wurden insgesamt drei Soundtrack-Alben, die einen reißenden Absatz fanden. Hinzu kamen zwei Alben von Jan Hammer: „Escape from Television“ (1987) und „Snapshoots“ (1989). Im Jahr 2002 veröffentliche Hammer auf den Wunsch vieler Fans hin die Doppel-CD „Miami Vice: The Complete Collection“.

VHS und DVDs

Die VHS-Kassetten erschienen in Deutschland 1989 (Miami Vice 1 – Zwei coole Typen in heißer Action), 1990 (Miami Vice 2 – Der verlorene Sohn) und 1992 (Miami Vice 3 – Calderone’s Rückkehr und Miami Vice 4 – Das goldene Dreieck).

Die Rechtsverteilung an der Serie stellte lange Zeit ein Problem dar, so dass erst am 8. Februar 2005 in den USA und am 20. Oktober 2005 in Deutschland die erste DVD-Veröffentlichungen folgen konnten. Auf diesen DVDs liegen einige Folgen erstmals ungeschnitten vor. Diese Folgen wurden allerdings wurden diese Folgen neu synchronisiert, was Kritik nach sich zog. Die zweite Staffel erschien in den USA im Dezember 2005 und in Deutschland am 10. August 2006. Betreffend der Staffeln drei bis fünf müssen sich die Fans noch gedulden.

Kritik

Negativ beurteilt wurde unter anderem, dass das Design und die Vermittlung eines Lebensstils den Machern wesentlicher gewesen sei, als die Ausarbeitung von Charakteren und realistischer Handlung. Man sprach hier vom „Style over Substance“-Phänomen. Doch über welche Serie sagt man das nicht?

Was hat die Serie für Sie ausgemacht und was würden Sie sich von dem gerade laufenden Kinofilm versprechen? Oder waren sie bereits im Kino? Dann berichten Sie uns doch im Life-Go-Forum und helfen Sie uns bei einem Vergleich.

Sie sind neugierig auf den Kinofilm? Dann lesen Sie doch vielleicht auch folgenden Artikel: Miami Vice – Der Film



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