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Nächstes Jahr beginnt China mit der Erforschung unseres Mondes, 2009 folgt Chinas Analyse des Planeten Mars. Bereits 2012 soll die Sonne mit drei Raumsonden untersucht werden. Bei diesen Weltraumprojekten will die Volksrepublik verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Staaten suchen. Gleichzeitig plant China, damit zur Weltmacht aufzusteigen und den USA und Russland Konkurrenz zu machen.
Bei der 36. Versammlung des Komitees für Weltraumforschung und Wissenschaft gab Tu Chuanyi, ein Vertreter der chinesischen Raumfahrtbehörde CNSA (China National Space Administration), Einzelheiten zu der geplanten einer Mission zur Sonne bekannt. Die Mission „KuaFu“, die nach einer chinesischen Legende benannt ist, soll zur Erforschung der Sonne und ihrer Wechselwirkung mit der Erde dienen.
Sie beginnt im Jahr 2012 zum nächsten Maximum der Sonnenaktivitäten. Die Lebensdauer des Projekts ist mit drei Jahren veranschlagt. Dabei wird eine Beteiligung von diversen Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und Kanada erwartet.
Die komplette Mission besteht aus drei Raumfahrzeugen. Zuerst aus einer Raumsonde, mit deren Instrumenten die Sonnenaktivitäten beobachtet werden können. Dabei sollen die koronaren Massenausstöße (CMEs), die interplanetaren Wolken und die Stoßwellen mit deren Auswirkungen auf die Erde untersucht werden. Zusätzlich sollen zwei Erdsatelliten, die in die polaren Umlaufbahnen um die Erde gebracht werden, ununterbrochen die Aurora der Nordhemisphäre, das so genannte Polarlicht, beobachten.
In der chinesischen Legende versuchte „KuaFu“, die Sonne ein zu fangen, um sie zu betreten. Die Weltraummission dient zur Erforschung des Sonne-Erde-Komplexes und soll die Vorhersage der Sonneneruptionen verbessern. Die Eruptionen können auf der Erde neben Polarlichtern auch Störungen in elektronischen Systemen und im Funkverkehr verursachen. Außerdem soll dadurch ein besseres Verständnis für die grundlegenden physikalischen Prozesse des Weltraumwetters ermöglicht werden.
Im Jahr 2007, dem Jahr des Schweins, will China den Mond erforschen. Die Erforschung soll in vier Phasen ablaufen. Die erste Phase ist bereits im vollen Gange. Schon seit letztem Jahr plant China den Start der Mondsonde „Chang’e-I“. Mitte Mai 2005 wurde der Prototyp eines Laserhöhenmessers, der auf der Sonde zum Einsatz kommen soll, fertig gestellt. Die erste Phase findet ihren Höhepunkt in der Mission von „Chang’e-I“. Mit deren Hilfe sollen zunächst dreidimensionale Bilder von der Oberfläche des Himmelskörpers aufgenommen werden.
Zur zweiten Phase, die von 2009 bis 2015 läuft, gibt es bisher noch keine Informationen. Bis 2017, in Phase drei, will China ein Modul entwickeln, mit dem Gesteinsproben auf dem Mond gesammelt werden können. In der vierten Phase, die 2024 beginnt, werden Astronauten zum Mond geschickt. Das gab Long Lehau, der stellvertretende Chefarchitekt des Mondsondenprojekts „Chang’e-I“ bekannt.
Neben der Erforschung des Mondes werden auch Flüge zum Mars geplant. Der Wissenschaftler Ye Peijan vom Chinesischen Forschungsinstitut für Raumfahrttechnologie gab die Beteiligung Chinas an einer russischen Mission zum Mars bekannt, die im Jahr 2009 stattfinden soll. Demnach sollen Bodenproben vom Mars und von dessen am nächstgelegenen Satelliten zur Erde gebracht werden.
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