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Vierte Anti-Spam-Konferenz in Deutschland


19.09.2006 (I. Kutta) Kategorie: Computer

Bild: www.axe-net.net

Am 5. September 2006 veranstalteten der eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft, die IHK Köln und EuroISPA den vierten deutschen Anti-Spam-Kongress im Camphausen Saal der IHK Köln. Die unter anderem von Microsoft und Sonicwall gesponserte Ein-Tages-Konferenz wurde durch die komplette englischsprachige Ausrichtung den internationalen Gästen gerecht. Der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz lag auf dem Thema „Phishing“.

„Phishing“ leitet sich vom englischen Wort „fishing“ ab, was so viel wie „abfischen“ bedeutet. In der Welt des Internets beschreibt die Vokabel eine Form von Trickbetrug im Internet, um Daten auszuspähen. Häufig versucht dabei der Betrüger sein Opfer per E-Mail irrezuleiten, um so Passwörter, Konto- oder Zugangsdaten auszuspionieren. Der Betrüger gestaltet dabei beispielsweise eine E-Mail, die so aussieht, als würde sie zum Beispiel von der Bank des Opfers kommen. In dieser E-Mail wird der Empfänger aufgefordert, seine Zugangsdaten auf der vermeintlichen Website der Bank einzutragen. Dass die angegebene Website der Bank dabei nicht auf die wirkliche Website verleitet, ist bei trickreichen Betrügern kaum zu erkennen.

Rob Thomas, Gründer der Sicherheitsforschergruppe Team Cymru, forderte mehr Einsatz in der Verbrechensbekämpfung durch Behörden und Strafverfolger. Die technischen Möglichkeiten – Spammer, Scammer und Phisher zur Strecke zu bringen – seien (noch) nicht vorhanden, betonte er.

„Scam“ stellt eine weitere Form des Betruges mit Hilfe von E-Mails dar. „Scam“ bezeichnet den Betrug durch Massen-E-Mails, dessen Empfänger durch falsche Informationen gedrängt werden, an Schneeballsystemen zu partizipieren oder gegenüber den Absendern finanziell in Vorleistung zu treten. Dabei werden die Opfer mit hohen Gewinnbeteiligungen geködert.

Im Zuge der Konferenz klärte Rob Thomas über den boomenden Handel mit Kreditkartendaten, mit geknackten Maschinen und mit Malware (Computerprogramme, die nicht gewollte Funktionen ausführen) für Angriffe auf. Darüber informierten die Betrüger sogar in entsprechenden IRC-Kanälen (Chat-Foren).

Wichtig sei nach Ansicht aller Spezialisten eine wesentlich ausführlichere Strafverfolgung. Wie genau diese aussehen soll, wurde jedoch nicht ausgeführt. Ebenso relevant sei es, eine aufmerksamere Wahrnehmung des Problems auf Seiten der Internetnutzer zu erzielen. Denn viele Nutzer seien sich des Problems nicht im wirklichen Ausmaße bewusst. Aufklärung sei hier von entscheidender Bedeutung.

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