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„Der Sport ist ein sehr vernünftiger Versuch des modernen Zivilisationsmenschen, sich Strapazen künstlich zu verschaffen“, sagte einst Curt Emmerich, deutscher Arzt und Schriftsteller. Doch diese Aussage hat längst ihre Gültigkeit verloren.
Sportliche Betätigungen steigern nicht nur das körperliche Wohlbefinden und verringern Risikofaktoren, sondern wirken sich auch positiv auf die Psyche aus. Man fühlt sich jünger, ausgeglichener und gesünder. Regelmäßige sportliche Betätigungen haben außerdem einen guten Einfluss auf das Gehirn. Der Blutdruck kann gesenkt und das Immunsystem gestärkt werden.
Sport-Anfänger trainieren meist zu Beginn einer Sporteinheit zu schnell. Enorm wichtig ist es, das Trainingsprogramm langsam zu steigern und zwischendurch Pausen einzulegen. Ein drei- bis viermaliges Training pro Woche ist für Ihre Gesundheit optimal. Trainieren Sie lieber länger und locker, statt kurz und intensiv.
Laut Sportmedizinern sollte nach dem Sport höchstens eine „angenehme“ Erschöpfung vorliegen. Schon 30 Minuten körperliche Aktivität täglich können das Herz-Kreislauf-Risiko beträchtlich senken. Denken Sie dran: Sport sollte Spaß machen, nicht zur Quälerei ausarten!
Entscheidend ist nicht die Intensität, sondern die Ausdauer. Achten Sie darauf, dass die Belastung nicht zu hoch ist. Mit einer Pulsmessuhr können Sie auf einfache Weise Ihre Leistung kontrollieren. Wichtig nach einer langen Trainingspause: sehr langsam anfangen und die Leistung allmählich steigern.
Essen Sie mindestens zwei Stunden vor dem Sport keine großen Mahlzeiten. Da der Verdauungstrakt sonst am meisten Durchblutung benötigt, fehlt ausreichend Blut für die Muskulatur. Das bedeutet Stress für den Körper. Verzichten Sie die ebenso mindestens die beiden Stunden vor dem Training auf Zigaretten und Alkohol. Nikotin blockiert den Sauerstofftransport bei den roten Blutkörperchen und Alkohol kann Rhythmusstörungen am Herzen auslösen.
Sorgen Sie beim Sport für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Am besten sind Wasser, Saft-Schorlen oder isotonische Getränke. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, besprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, ob diese Einfluss auf Ihr Training haben könnten.
Achten Sie immer auf die richtige Sportbekleidung sowie entsprechendes Schuhwerk oder – wenn notwendig – Schutzbekleidung. Am Anfang jedes Trainings steht eine Aufwärmphase. Sie ist wichtig für Herz, Kreislauf und Muskulatur. Nach dem Training gilt das gleiche: nie abrupt aufhören. Wärmen Sie sich langsam ab, bis Ihr Puls wieder im Normalbereich ist. Dehnen Sie die besonders beanspruchten Muskelgruppen.
Und vergessen Sie nicht die Worte Gerhard Uhlenbrucks (deutscher Immunologe und Aphoristiker), der einst sagte: „Der Sport ist keine heile Welt, aber eine Welt, die heilen kann.“
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