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Hollywood war schon immer die Geburtsstätte großer Stars. Man denke nur an Stars wie Humphrey Bogart, James Dean oder Tony Curtis, die alle durch die Filme der Traumfabrik Weltruhm erlangt haben. Dies waren große Schauspieler, die sich stark von der großen Masse absetzten. Aber heute gibt es so viele bekannte Namen. Manchmal fällt es schwer, bei all diesen Sternchen echte Größe zu erkennen. Trotzdem, ein Name würde auf jeden Fall genannt: Meryl Streep.
Mary Louise Streep wurde in New Jersey geboren. Ihr niederländischer Vater war Führungskraft in einem Pharmaunternehmen und ihre Mutter Mary Grafikerin. Bereits auf der Highschool sammelte sie ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen. Aufgrund ihrer Leistungen bekam sie ein dreijähriges Stipendium für die Yale School of Drama, die sie erfolgreich abschloss, um dann für zwei Jahre ans Theater zu gehen. Dort spielte sie in Arthur Millers „A Memory of Two Mondays“ und wurde direkt für einen Tony Award (US-amerikanischer Theater- und Musicalpreis) nominiert.
Lange konnte der Ruf aus Hollywood nicht mehr dauern, so ging sie 1977 an die Westküste. Ihr Debüt gab sie in „Julia“ neben Jane Fonda und Vanessa Redgrave. An der Seite von Robert DeNiro spielte sie in „Die durch die Hölle gehen“ und bekam als Anerkennung ihrer schauspielerischen Leistung eine Nominierung für den Oscar, den Academy Award für die beste weibliche Nebenrolle.
Insgesamt wurde Meryl Streep in den beinahe 30 Jahren ihrer Hollywood-Karriere 13 Mal für den höchsten Schauspiel-Preis nominiert. Zweimal durfte sie ihn ihr eigen nennen – obwohl sie ihn einmal beinahe nicht mit nach Hause nehmen konnte. Denn so sehr Meryl Streep auch als Perfektionistin gilt, hat sie den „Goldjungen“ doch auf der Toilette vergessen. Eine aufgeregte Journalistin lief ihr hinterher, um ihr den Oscar zurückzugeben.
Die erste Trophäe konnte sie 1979 für ihre Rolle in „Kramer gegen Kramer“ als beste Nebendarstellerin gewinnen und nur drei Jahre später überzeugte sie die Jury mit ihrer Darstellung in „Sophies Entscheidung“, der Geschichte der polnischen Jüdin Sophie, die während des Zweiten Weltkriegs nach Auschwitz deportiert wurde.
Kritiker haben Meryl Streep vorgeworfen, dass sich ihre Rollen ähneln würden – abgesehen von ihrem schauspielerischen Können, das niemand bestritt. Sie spiele immer „kalte“ Charaktere, deren Menschlichkeit erst auf den zweiten Blick zu erkennen sei. Ihre Rollen waren meist Frauen, die schweres durchmachten, auch den Mut zu Verzweiflung und Tränen hatten, aber dennoch immer ihre Frau standen. Diese Kritik scheint sie sich zu Herzen genommen zu haben, denn in den folgenden Jahren spielte sie eine größere Bandbreite an Rollen. Unter anderem war sie in der Komödie „Der Tod steht ihr gut“ neben Goldie Hawn zu sehen, oder sie spielte in dem Actionfilm „Am wilden Fluss“ mit.
Trotz der gelegentlichen Ausflüge in andere Genres unterstrich sie doch auch immer wieder eindrucksvoll, dass sie wirklich eine der Großen Hollywoods war. So spielte sie etwa 1996 neben Diane Keaton und Leonardo DiCaprio in „Marvins Töchter“ und 1999 in „Music of the Heart“. Für diesen Film lernte sie sogar Violine spielen!
Aber sie macht nicht nur vor der Kamera eine gute Figur. In jüngster Zeit lieh sie mehr und mehr Zeichentrickfiguren oder Robotern ihre Stimme. So sprach sie etwa Blue Mecha in „A.I. – Künstliche Intelligenz“ und übernahm auch eine Sprechrolle in einigen Simpsons-Folgen. Aber der Film ließ sie nie los und so spielte sie mit Nicole Kidman und Julianne Moore in „The Hours“ oder übernahm die Rolle der Mutter in „Der Manschurian Kandidat“.
Nach mehr als zwanzig Jahren stand sie 2002 dann auch wieder auf den Brettern die die Welt bedeuten und spielte in Anton Tschechows „Die Möwe“, gemeinsam mit anderen Stars von Weltruhm, wie etwa Kevin Kline oder Natalie Portman.
Meryl Streep ist unbestritten eine große Schauspielerin, deren Können heute jeden Kritiker verstummen lässt. Nach Jack Nicholson ist sie mit den meisten Auszeichnungen bedacht worden. Außerdem ist sie öfter für den Oscar nominiert worden als alle anderen Schauspieler.
Über ihr Privatleben ist nur wenig bekannt. Seit 1978 ist sie mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet, mit dem sie vier Kinder hat. Ansonsten versucht sie ihre Familie erfolgreich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Sie wird gerne mit dem Satz zitiert: „Ich bin eine Schauspielerin, die nach der Arbeit nach Hause geht.“
Momentan ist sie neben Anne Hathaway in der Komödie „Der Teufel trägt Prada“ zu sehen, in der sie die mächtigste Frau der Modewelt spielt. Auch diesmal ist es ein „kalter“ Charakter, den sie brillant spielt. Aber was anderes ist man von Meryl Streep auch nicht gewöhnt.
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