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Vier Tage und drei Nächte lang hieß es dieses Jahr im August wieder „Techno goes Nature“ auf der „Nature One“. Vom 4. August bis zum 6. August feierten 45.000 Fans von elektronischen Klängen auf der Raketenbasis Pydna/Kastellaun unter dem Motto „Live Your Passion“ (Lebe deine Leidenschaft). Circa 300 DJs und Live-Acts waren auf vier Main-Floors und in 19 Clubs zu Gast.
Als erster großer Open-Air-Rave etablierte sich die „Nature One“ neben Veranstaltungen wie der „Loveparade“ zu einer Zeit als die Technobewegung außerhalb des Untergrunds noch in ihren Kindesschuhen steckte. Zunächst von in etwa 13.000 Technojüngern besucht, konnte sie sich ständig wachsender Besucherzahlen sowohl aus Deutschland als auch aus ganz Europa erfreuen und zieht mittlerweile jährlich bis zu 50.000 Menschen in ihren Bann.
Die „Nature One“, welche dieses Jahr nunmehr zum zwölften Mal stattfand, öffnet für gewöhnlich jedes Jahr am ersten Augustwochenende ihre Pforten. 1995 ins Leben gerufen fand sie einmalig jedoch auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt-Hahn statt, bevor sie auf die Raketenbasis Pydna im Hunsrück – ehemals lagerten hier die einzigen atomaren Langstreckenraketen Westeuropas – verlegt wurde.
Das Pydna-Gelände wird in verschiedene Areale unterteilt und jedem Areal eine bestimmte Musikrichtung wie z. B. House, Trance, Techno, usw. zugeordnet. In den Hangars der ehemaligen Raketenbasis sowie in zusätzlich aufgestellten Zelten sind diverse bekannte Techno-Clubs aus Deutschland und Europa vertreten (so z. B.: Cocoon Club, Tresor Club, …).
Bereits Tage vor der Veranstaltung verwandeln die Besucher der „Nature One“ schätzungsweise 100 Hektar Ackerfläche in eine der größten Zeltstädte Deutschlands. Während offiziell Freitag als Veranstaltungsbeginn ausgezeichnet wird, findet inoffiziell jedoch bereits donnerstagabends eine Eröffnungsveranstaltung statt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 1:00 Uhr motiviert ein Feuerwerk zum Weitertanzen.
Neben dem Feuerwerk zeichnet sich die „Nature One“ durch ein jährlich variierendes Lichtdesign aus, das besonders durch ihre Laser- und LED-Technik für große Begeisterung sorgt. Den Veranstaltern ist dabei vor allem wichtig, dass jedes Jahr ein komplett neues Design für die vier Main-Floors geschaffen wird. Außerdem wird sehr großer Wert darauf gelegt, dass dieses Festival viele Musikrichtungen und somit viele Menschen mit unterschiedlich musikalischer Gesinnung miteinander vereint, was maßgeblich in die Planung dieses Events fließt.
Doch wo viel Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Dem grundsätzlich guten Gedanken dieser Veranstaltung haftet trotz allem leider bereits ein Todesfall an. Da Festivals dieser Art grundsätzlich viel Kraft und Energie kosten wird nicht selten zu Drogen gegriffen, die zum einen die Stimmung heben aber auch die Energiereserven auffüllen sollen. So wurde im Jahr 2005 ein 19-jähriger Mann leblos in seinem Zelt aufgefunden. Der Staatsanwaltschaft zur Folge starb er an den Folgen der Einnahme von Heroin und Ecstasy.
Unter dem Strich jedoch ist die „Nature One“ bisher durchgehend ein voller Erfolg, zur Zufriedenheit der Besucher und der Veranstalter. Nikolaus Schär (Veranstalter), sagte zu dem diesjährigen Open-Air-Rave:
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Gesamtverlauf der Veranstaltung. Der große Dank gilt einfach den grandiosen Festivalbesuchern. Aber auch den vielen Partnern, den Behörden und nicht zuletzt den über 2.000 Mitarbeitern, die für einen absolut reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Im kommenden Jahr wird es natürlich die dreizehnte >>Nature One<< geben. Wir werden uns wieder etwas Neues einfallen lassen.“
Wann das ist? Der genaue Termin lautet: 3. bis 5. August 2007. Und wer nicht bis August warten möchte, für den gibt es Anfang kommenden Jahres die abgeschwächte Winterversion der „Nature One“. Die „Winterworld“ findet am Samstag, den 3. Februar 2007, in der Sporthalle Oberwerth in Koblenz statt. Karten sind ab dem 1. Dezember 2006 erhältlich.
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