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Oliver Kalkofe - Leben und Werk eines Künstlers
22.10.2006 (J. Brodski)
Kategorie: Lifestyle
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Oliver Kalkofe – einen Mann wie ihn gibt es zumindest in Deutschland nur einmal. Was aber hat aus einem Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher zu einem von Deutschlands größten Entertainern gemacht? War es einfach nur ein bisschen Glück oder doch die beträchtliche Mischung aus Talent, Witz und unwiderstehlichem Charme? Vermutlich war es von allem etwas.
Vom „Tellerwäscher“ zum Millionär
Mitte der 60er Jahre erblickte Oliver Kalkofe in Hannover das Licht der Welt. Der vielseitig begabte Mann verbrachte in Langenhagen-Engelborstel und Peine seine Kindheit und Schulzeit. Nach seinem bestandenen Abitur widmete er sich zunächst einer Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Wirtschaftsdolmetscher in Englisch und Französisch. Nach deren Ende konnte er allerdings einen beruflichen Werdegang als Dolmetscher aufgrund des Interesseverlusts in diesem Gebiet definitiv ausschließen.
So versuchte der solchermaßen Enttäuschte sein Glück im Studium der Anglistik, Publizistik und Germanistik, bis er schließlich Ende der 80er Jahre einen Weg zur Radiomoderation und somit seinen Berufswunsch fand.
Die ersten Schritte in dieser Branche machte „Onkel Hotte“, als der Oliver Kalkofe in die deutsche Mediengeschichte eingehen sollte, bei den Radiosendern WDR und Deutschlandfunk. Seinen Hang zur Comedy entdeckte dieser jedoch erst 1990 mit dem Beitritt zum Radio ffn.
Das „Frühstyxradio“ und vor allem die im Rahmen dieser Sendung entstandene Rolle des „Onkel Hotte“ machten ihn zum Star. Bei Ersterem betätigte sich der berühmte Entertainer nicht nur als Sprecher, sondern auch als Co-Produzent und Autor. Auch Oliver Kalkofes heute wohl bekannteste Produktion „Kalkofes Mattscheibe“ nahm beim Radio ffn ihren Anfang.
Die erste Stufe der Karriereleiter war somit erreicht. Von nun an reihte sich Erfolg an Erfolg, Preis an Preis. Allroundtalent Kalkofe hatte jedoch noch höhere Ziele: Nachdem „Kalkofes Mattscheibe“ das „Goldene Kabel“ für die beste Hörfunkproduktion erhielt, wurde diese für das Fernsehen übernommen und schließlich 1996 mit dem „Grimme-Preis“ belohnt. Es folgten Buch- und CD-Veröffentlichungen sowie eine Nominierung zum „Goldenen Löwen“.
Kalkofes Erfolgslaufbahn scheint kein Ende nehmen zu wollen, auch als er beginnt, im Film- und Computergeschäft mitzumischen. Mit „Der Wixxer“, in dem er als Schauspieler und Produzent fungiert, sowie bei„Genial daneben“ begeistert er Deutschlands Comedy-Fans. Selbst Kater Garfield darf von Kalkofes Talent bzw. seiner Stimme profitieren und auch Computerhelden und ihre Vertonung aus „Die Siedler – Das Erbe der Könige“ und „The Bard’s Tale“ finden Platz in seinem Terminkalender. „Kalkofes letzte Worte“ lässt der Mann für alles zwei Mal im Monat in der „TV Spielfilm“ verlauten. Seine Filmkritiken bringt er in der „Cinema“ zum Ausdruck.
„Was werden wir wohl noch von ihm zu sehen und zu hören bekommen?“, fragen sich seine Fans und hoffen auf viele weitere Jahre seines ganz besonderen Entertainments.
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