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„Harry Potter und der Halbblutprinz” von Joanne K. Rowling
01.08.2005 (M. Uhlen)
Kategorie: Kultur
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Am Samstag, den 16. Juli 2005 war es endlich soweit: der sechste Band der Erfolgsserie „Harry Potter“ der britischen Autorin Joanne K. Rowling kam weltweit in englischer Sprache auf den Markt. Noch bevor ein einziger Leser einen Blick in das 600 Seiten starke Buch geworfen hatte, hatte es mit rund 1,4 Millionen Vorbestellungen aus über 90 Ländern (Amazon-Registrierung) alle Rekorde - sogar den eigenen vom letzten Band (1,3 Millionen) - gebrochen.
In Deutschland ließen sich die wahren Potter-Fans auch in diesem Jahr nicht von der englischen Sprache abschrecken. In zahlreichen Geschäften wurden Potter-Partys veranstaltet und pünktlich um Null Uhr griffen die Kunden zu.
Mit der wachsenden Fangemeinde des Zauberlehrlings Harry wurden auch die Erwartungen an die Autorin größer. Im Vorfeld gab es die haarsträubendsten Spekulationen über den Inhalt des sechsten Bandes (z. B. „Stirbt Ron?!“). Immerhin befinden sich Harry und seine beiden besten Freunde Ron und Hermine jetzt nun im sechsten Schuljahr in Hogwarts und sind älter als sechszehn! Wen wundert es da, dass die Frage „Wer mit wem im Hause Griffindor?“ nicht zu knapp behandelt wird?
Das Leben in Hogwarts, das schon im vorherigen Band „Harry Potter und der Orden des Phönix“ dramatische Veränderungen durchlaufen hat, wird auch in diesem Jahr nicht einfacher. Wieder gibt es einen neuen Lehrer im Fach „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ und Angriffe auf Schüler. Harry misstraut seinen Erzfeinden Professor Snape und Draco Malfoy stärker als je zuvor.
Zusammen mit Harry erfährt der Leser viel Neues über Lord Voldemort. In ihrer Gesamtheit bilden alle neuen Informationen ein großes Warming-Up für den finalen Band, der verspricht, noch einmal alles Bisherige an Spannung zu übertreffen. Denn: nach den letzten Kapiteln des sechsten Bandes ist Harrys Welt und die ganze Geschichte von Grund auf aus den Fugen geraten.
Es gilt: auch derjenige, der sich nicht durch die eher ruhige Handlung ablenken lässt und nach versteckten Hinweisen sucht, um mitzurätseln (unter anderem über die Identität des Halb-Blut-Prinzens), wird am Ende mit völlig Unerwartetem schockiert.
Daher rate ich den Lesern: nehmen Sie sich / nehmt Euch für die letzten fünf Kapitel ausreichend Zeit, denn es ist kaum möglich das Buch auf seinem vielseitigen und ungemein mitreißendem Höhepunkt aus der Hand zu legen, bevor man nicht die letzte Zeile gelesen hat!
Ab 1. Oktober 2005 wird der Band auf Deutsch im Handel erhältlich sein.
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