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Papa Jacksons Geburtstagsparty - Skurril und irgendwie peinlich


02.08.2005 (A. Krause) Kategorie: Panorama

Bild: news.yahoo.de

Am Vormittag des 22. Juli 2004 wurde Vater Jackson, begleitet von seinem Sohn Jermaine, anlässlich seines 76. Geburtstages offiziell von Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit empfangen. Sie trugen sich ins Gästebuch der Stadt ein. Als Gastgeschenk überreichte ihnen Wowereit einen Berliner Bären aus weißem Porzellan.

Anschließend: Peinliche Geburtstags-Party von Joseph Jackson im halbleeren Saal des Estrel-Hotels in Berlin. Die Gäste: Brink und Schulz statt Tyson und Taylor auf der groß angekündigten Jackson-Geburtstagsparty in Berlin. Der „King of Pop“ erschien nicht, er ließ sich entschuldigen.

Nach der Absage von Popstar Michael Jackson konnte die „große“ Geburtstagsparty seines Vaters Joseph - „Joe“ - Jackson weitaus weniger Prominente und Fans als erwartet anziehen. Die Gerüchte über Stargäste wie Liz Taylor und Mike Tyson bewahrheiteten sich nicht. Stattdessen erschienen Schlagersänger Bernhard Brink, Ex-Boxer Axel Schulz und Boxer Oktay Urkal am Freitagabend auf dem Roten Teppich des Hotel Estrel.

Nur Jermaine, einer der neun Jackson-Kinder, kam zur Feier des 76. Geburtstages seines Vaters. Sohn Jermaine dankt den Fans für die „Liebe und die Gebete“ für Michael und sang ein Lied für seinen Vater. Den Rest des Programms bestritten die Doubles von Tina Turner, Tom Jones und andere Künstler aus der hoteleigenen Doppelgänger-Show.

Nach der Absage von Michael Jackson hatte Vater Joe in Aussicht gestellt, dass Michael telefonisch zugeschaltet werde. Auch diese Hoffung vieler Fans wurde enttäuscht. Schließlich gratulierten ihm nur seine Ehefrau Katherine, seine Kinder Tito und La Toya sowie einige der 28 Enkelkinder aus den USA.

Wenige Hundert statt der angekündigten 1.000 Fans fanden den Weg ins Hotel Estrel in Berlin-Neukölln. Viele von ihnen trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Michael ist unschuldig“. Der Gastgeber Joe dankte den deutschen Fans für die Unterstützung seines Sohnes während des Prozesses in Kalifornien. Mitte Juni war Michael Jackson in Santa Maria vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden.

Während die Jacksons und mehrere Dutzend geladene VIP-Gäste bei Kerzenlicht ein Vier-Gänge-Menü verspeisten, mussten die Fans hinter einer Absperrung zusehen und ihre Hotdogs selber zahlen. Jedoch auch die Hälfte der VIP-Tische blieben leer.

Auf Fragen nach seinem Sohn, ob dieser in den USA bleiben wolle, sagte Jackson: „Nein, definitiv nicht. Ich schaue mir die Immobilien in Berlin auch für Michael an.“ Er suche ein ganz sicheres Haus, da es während des Prozesses in Santa Maria Morddrohungen gegen ihn gegeben hätte und ihm ständig geraten worden sei, schusssichere Westen zu tragen.

Papa Jackson wird sich in Berlin auch nach einem Standort für eine geplante Diskothek nach dem Vorbild des New Yorker „Studio 54“ umschauen und plant, soviel wie möglich von der Stadt sehen.



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