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Spyware - Der heimliche Spion im PC


04.08.2005 (C. Elsner) Kategorie: Computer

Bild: www.detektiv-tudor.com

Das Internet bietet seit seiner Erfindung fast stündlich neue Möglichkeiten, ob Online-Shopping, Online-Banking, oder der Bezug von Waren, die man sonst nicht im Laden um die Ecke oder gar im eigenen Land oder Kontinent bekommt. Natürlich ist dies ein großer Vorteil, denn es ist sehr viel bequemer, da man sich lange Ladenschlangen erspart und nahezu alles finden kann, was man sucht.

Doch auch dieser Komfort kommt nicht ohne Preis, denn zwischen den positiven Eigenschaften verstecken sich, heimlich, still und leise, immer wieder auch negative, die man nicht unbedingt leicht erkennen kann.

Bei Benutzung von Online-Banking oder dem elektronischen Einkauf muss man zwangsläufig seine Daten angeben, um eine Buchung von seinem Konto oder den Versand von Waren durchzuführen. Hier kommt oftmals auch Spyware ins Spiel: bösartige Software die dazu dient, den Rechner gezielt auszuspionieren.

Viele pfiffige Menschen werden der Meinung sein, man müsse sich erst einmal ein Programm aus dem Internet herunterladen, um von einer Spyware betroffen zu werden und dass sie es sicher nicht tun werden. Doch das Herunterladen eines Programms ist nicht erforderlich, um sich diese gefährlichen „Spione“ unbemerkt auf seinen Rechner zu holen. Die Spyware kann sich durch Pop-Up Werbefenster, das Klicken auf dubiose Banner oder das Installieren von Software-Bündeln bequem einen Platz im Rechner machen, ohne, dass man es merkt - zumindest vorübergehend.

Gain und Gator zum Beispiel installieren sich automatisch über das File-Sharing-Programm Kazaa mit, welches nicht einmal wirklich legal ist. Auch so genannte „Google Toolbars“ - meistens quietschbunte, harmlos wirkende Internet-Explorer Benutzer-Leisten, gehören zur Gattung Spyware.

Natürlich kann man Spyware erkennen, wenn man ganz genau hinschaut - nehmen wir ruhig den Internet-Explorer als Beispiel. Man sollte auf jeden Fall stutzig werden, wenn neben den normalen, ursprünglichen Buttons plötzlich weitere auftauchen, seien es welche von Google, „Cool Web Search“ oder „My Smilies“ - denn bei diesen handelt es sich in 90 Prozent der Fälle um Spyware.

Der Kritiker könnte nun auch sagen, dass es ja nichts macht, wenn das Internet ein wenig bunter ist durch ein paar nette Grafiken. Natürlich ist dagegen nichts einzuwenden, aber gegen das weiterleiten persönlicher Daten, Kontonummern und Adressen dürfte auch der schärfste Kritiker etwas haben.

Es muss aber auch nicht immer der Fall sein, dass Spyware sich so offensichtlich zeigt, denn, wie der Name schon sagt, arbeitet und spioniert sie meistens im Verborgenen und dies teilweise so extrem, dass die Auslastung des Rechners bei 100 Prozent stehen kann und nicht einmal die einfachsten Prozesse mehr richtig ausgeführt werden können. Was also tun, wenn man Spyware auf dem Rechner hat oder sicher gehen möchte, ob dies überhaupt der Fall ist?

Auch hierfür bietet das Internet die passenden Lösungen: Anti-Spyware-Scanner, die das System durchforsten und Spyware ans Licht zerren, wodurch man sie dann gezielt eliminieren kann. Im Folgenden nun ein paar Beispiele.

Spybot - Search & Destroy

Spybot ist sicherlich ein nicht schlechtes Werkzeug zum Entfernen von Spyware, aber dennoch tendiert es dazu das System nur nach den schlimmsten oder bösartigsten Programmen zu durchforsten und auch nur diese zu eliminieren, was wiederum nicht einmal immer von Erfolg gekrönt sein muss. Für den oberflächlichen Sicherheitscheck ist es dennoch eine (kostenfreie) Alternative.

www.zdnet.de

Ad-Aware

Ad-Aware, herausgegeben von Lavasoft, bietet hier schon mehr Sicherheit, ist weitaus gründlicher als Spybot und hat, neben regelmäßigen Updates auch den Vorteil, dass man das System gründlich durchsuchen lassen kann. Dies wiederum dauert eine ganze Weile, je nachdem wie viele Anwendungen man auf dem Rechner hat. Außer Spyware findet dieses nützliche Freeware Tool auch versteckte Trojaner und andere lästige Eindringlinge wie Tracking-Cookies - Cookies, die auspionieren, welche Wege man im Internet geht - und eliminiert sie. Im Fall der Trojaner sorgt es außerdem dafür, dass das vom Benutzer verwendete Antiviren-Programm darauf aufmerksam wird.

www.download.com

Mit diesen kleinen Helfern kann man, selbstverständlich mit den regelmäßigen Updates, die Vorteile des Internets sorgenfrei genießen.



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