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Rekordwetter: Winter auf dem Thermometer nicht im Sicht
24.11.2006 (C. Nägler)
Kategorie: Panorama
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In diesem Jahr kann man wirklich von einem goldenen Herbst sprechen. Statt Schnee und Eis laden frühlingshafte Temperaturen um die 20 Grad Celsius zu einem kleinen Sonnenbad im Park ein.
Der 25. November 2006 war mit 22,2 Grad Celsius der wärmste Spätherbsttag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese Rekordtemperatur wurde im Allgäu-Ort Fischen gemessen.
Wie schon die beiden Monate zuvor war auch der November mit 3 – 4 Grad über dem Normalwert deutlich zu warm. Ebenso gab es mit 80 % Niederschlagsbilanz insgesamt ein leichtes Regendefizit und auch was die Sonnenstunden betraf, war dieser Monat ganz vorne mit dabei. Die durchschnittliche Sonnenscheindauer betrug fast 400 Stunden, 29 % mehr, gegenüber dem Normalwert von 311 Stunden.
Frostige Temperaturen wurden nur zu Beginn des Monats verzeichnet. Die tiefste Temperatur lag hierbei am 3. November mit -8,6 Grad Celsius im bayrischen Mallersdorf-Pfaffenberg.
Johann Jungclaus, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie, spricht von einem Jahr voller Wetterrekorde. So begann das Jahr mit ungewöhnlich viel Schnee und verursachte vor allem im Februar und März ein bundesweites Verkehrschaos. Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wurden dann jedoch der heißeste Juli und die höchsten Durchschnittstemperaturen in der Nordsee seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnet.
Laut Meteomedia lag der Hitzerekord dieses Jahres bei 38,9 Grad Celsius in Bernberg in Sachen-Anhalt.
Auch in den nächsten Tagen wird es für Anfang Dezember noch zu mild sein, allerdings sind für das zweite Dezemberwochenende leichter nächtlicher Frost, sowie in den Berglagen ab 1.000 Metern Temperaturen um die 2 Grad Celsius mit Schneeregen und Schneeschauern zu erwarten.
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