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Wird ein Autofahrer von einer Radarfalle erfasst, hat dies oft ärgerliche Folgen für ihn. Neben einer saftigen Geldstrafe kommen im schlimmsten Fall auch Punkte in Flensburg hinzu. Doch dank der neuen technischen Zuwächse der letzten Jahre gibt es jetzt auch für Autofahrer mit Bleifuß Möglichkeiten Geld zu sparen.
Handysoftware warnt vor Radarfallen
Ganz neu ist das Handy-Programm „Foxy Tag“. Das Programm wurde von zwei Genfer Informatikern entwickelt und beruht auf einem Netzwerk Mechanismus. Entdeckt ein Autofahrer eine Radarfalle, drückt er die Eins auf seinem Handy. Wurde er vor einem Blitzer gewarnt, der jedoch nicht mehr aktuell ist, drückt er die Null. Die neu eingetragenen Informationen werden dann zum nächsten Autofahrer, der die Straße befährt übermittelt. Da das Programm auch die Fahrtrichtung erkennt, kann es nicht zu verwirrenden Warnungen vor Radarfallen auf der Gegenfahrbahn kommen. Je mehr Autofahrer sich also beteiligen, desto umfangreicher, aktueller und flächendeckender ist das Programm.
Damit der schnelle Fahrer rechtzeitig gewarnt wird, ertönt 15 Sekunden vor der Radarfalle ein Warnsignal und ein roter Punkt erscheint auf dem Handydisplay. Da der Standort des Fahrers bekannt sein muss, damit das Programm funktioniert, ist das Ganze nur mit GPS Handys und Internetverbindung möglich. Sollte das Mobiltelefon keinen eingebauten GPS Empfänger haben, kann auch alternativ über eine Bluetoothverbindung der GPS Empfang des Navigationssytems im Auto genutzt werden.
Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, muss das Handy regelmäßig die Daten aus der Umgebung abrufen. Durch diese ständige Verbindung fallen je nach Anbieter unterschiedliche Kosten an. Die Schweizer Entwickler von Foxy Tag rechnen durchschnittlich mit Kosten von 0,21 € pro Stunde.
Da es sich nicht um einen illegalen Radarfallendetektor handle und die Fallen auch nicht in ihrer Funktionalität gestört würden, sei Foxy Tag sogar 100-prozentig legal, so die Anbieter auf ihrer Website. Auf www.foxytag.com kann das Programm kostenlos heruntergeladen werden, da es sich um ein akademisches Projekt handelt.
Derzeit läuft die Version AOL zufolge, auf folgenden 12 Handymodellen: Pocket Loox T830, Samsung SGH-P310, Samsung SGH-X830, Samsung SGH-i320, HTC P3300, Sony Ericsson P990i, HTC P3600, Sony Ericsson W950i, Sony Ericsson K800i, Nokia E61, Nokia N70 Music Edition und dem HP iPAQ rw6815.
Radarfallen finden mit Google Earth
Eine weitere Möglichkeit Radarfallen in der richtigen Geschwindigkeit zu begegnen, bietet Google Earth. Das beliebte Programm, mit dem man Satellitenaufnahmen von der ganzen Welt sehr detailgetreu begutachten kann, lässt sich mit einem Radarfallen-PlugIn erweitern. Die Erweiterung greift auf die Datenbank der Website www.radarfalle.de zurück. Auf dieser Seite können Autofahrer Radarfallen melden und abrufen. Nun ist es auch möglich, sich die Radarfallen gleich am richtigen Ort mit Google Earth anzeigen zu lassen.
In dieser Variante muss allerdings die zu fahrende Route genau geplant und in den Computer eingegeben werden. Auch wenn kurzfristig Radarfallen hinzugekommen sein sollten, erfährt dies der Fahrer natürlich nicht mehr.
Fraglich bleibt nur, ob es nicht einfacher und vor allem auch sicherer ist, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Es muss dann nicht ständig das Handy beobachtet werden. Die Fahrt muss auch nicht vorher umständlich in den Computer eingegeben werden.
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