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Banken-Betrug ist groß in Mode
27.11.2006 (I. Switil)
Kategorie: Wirtschaft
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Zwei Drittel aller Finanzdienstleister in Deutschland wurden 2003 und 2004 geschädigt. Das ergab eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC). Weltweit wurden dagegen nur die Hälfte aller Banken und Versicherungen Opfer von Straftaten. Bei den 240 befragten deutschen Unternehmen entstanden in den beiden Jahren rund 250 Millionen Euro Verlust.
Deutschlands Banken und Versicherungen gelten trotzdem immer noch als wenig risikobewusst. Nur 30 % der befragten Finanzdienstleister glauben, in den kommenden fünf Jahren Opfer von Wirtschaftsdelikten zu werden. Bei diesen Delikten entstünden nicht nur finanzielle sondern auch große immaterielle Schäden. 45 % der Institute gaben an, der gute Ruf sei dadurch geschädigt worden. 61 % sehen die Beziehungen zu Geschäftspartnern beeinträchtigt. Ein Fünftel beklagt, Betrügereien beeinträchtigen die Arbeitsmoral der Mitarbeiter. Die deutschen Unternehmen sehen ihren Ruf vor allem durch Bestechung gefährdet, während weltweit jedoch Falschbilanzierung als größter Schadensverursacher angegeben wird.
In Deutschland werden rund ein Drittel der Fälle von eigenen Mitarbeitern begangen. Weltweit liegt diese Quote bei rund 50 %. Grund für die Abweichung sind die vielen Kontakte nach außen, die Banken und Versicherungen pflegen. Dadurch werden viel mehr Straftaten von außerbetrieblichen Personen begangen als von internen Mitarbeitern.
Weltweit wird der Großteil der Delikte von Beschäftigten begangen, die bereits zehn Jahre oder länger im Unternehmen tätig sind. Folglich wäre es laut PwC falsch, langjährigen Mitarbeitern einen besonderen Vertrauensbonus einzuräumen.
PricewaterhouseCoopers befragte für die Untersuchung zusammen mit der Universität Halle-Wittenberg 240 deutsche Unternehmen. Insgesamt wurden weltweit 837 Banken und Versicherungen in 34 Ländern befragt.
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