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Prepaid-Premiere


27.12.2006 (A. Joepchen) Kategorie: Technik

Bild: www.dmc.at

Premiere feiert Premiere. Der Münchner Pay-TV-Sender macht erneut Schlagzeilen. Schwindende Abonnenten-Zahlen ließen den Sender kreativ werden und ein neuer Sproß entstand – Premiere Flex.

Angelehnt an die bekannten Prepaid-Tarife der Mobilfunkprovider (O2 Loop, Vodafone CallYa, E-Plus Free & Easy und T-Mobile Extra) ist das Prinzip schnell erfasst. Der interessierte Kunde kann, völlig losgelöst von einem Abonnement, mit einem vorher erworbenen Guthaben in den Genuss des bezahlten Fernsehens gelangen. Angeboten wird ihm das komplette Programm von Premiere Direkt und Premiere Sport.

Die Preisstruktur dieses Dienstes ist klar strukturiert. Es existieren drei mögliche Aufladebeträge: 25, 50 und 75 Euro. Nachdem der Kunde eine „Smartcard“, die 12 Euro pro Jahr kostet, gekauft hat, kann er diese mit einem der drei möglichen Guthaben aufladen. Als zusätzliche Investition muss sich der Kunde, falls noch nicht vorhanden, einen Smartcard-fähigen Receiver zulegen. Dies schlägt mit einem Betrag ab 100 € zu Buche.

Um nun ein Live-Sportereignis zu verfolgen, werden 5 Euro vom Guthaben abgezogen. Dafür darf der Nutzer dann auch einen Tag lang alle Sportereignisse des Senders verfolgen. Für diejenigen, die regelmäßig Sportereignisse schauen möchten, lohnt sich indes ein Abonnement des Sportpaketes, welches für 9,95 Euro (bei 24-monatiger Laufzeit) pro Monat zu haben ist.

Somit ist klar zu erkennen, für welche Zielgruppe das Produkt Premiere Flex konzipiert wurde. Für Gelegenheitszuschauer, die vereinzelt ein Fußballspiel der Champions League oder ein anderes Sportereignis sehen möchten. Für sie lohnt sich Premiere Flex bei bis zu 2 Sendetagen pro Monat.

Für Sendungen des Angebotes Premiere Direkt erwirbt der Kunde bereits ab 3 Euro die Möglichkeit, sich einzelne Sendungen anzusehen. Hierzu zählen Live Konzerte, Wrestling, sowie aktuelle Film-Highlights. Die Kosten für den Premiere Flex Kunden sind identisch zu einem Abonnementkunden, da dieser für Sendungen des Angebotes Premiere Direkt den gleichen Preis bezahlen muss.

Das Resümee ist, dass der Münchner Fernsehsender mit Premiere Flex eine interessante Variante seiner Programmstruktur für Gelegenheitszuschauer auf den Markt gebracht hat, die dazu ihrem Namen noch alle Ehre macht. Der Kunde entscheidet, was er wann sehen will und muss sich nicht für ein 12- oder 24-monatiges Abonnement des Senders verpflichten. Einziger Wermutstropfen sind die Startkosten für die „Smartcard“ und den Receiver.



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