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Der Godfather of Soul predigt nicht mehr
28.12.2006 (I. Switil)
Kategorie: Welt
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Die Musiklegende James Brown ist am 25. Dezember 2006 in Atlanta verstorben. Er galt als Godfather of Soul, war laut Musikexperten der Ursprung des Funks und beeinflusste unzählige Musikstile.
„Ich will den Menschen mehr geben, als das, wofür sie gekommen sind. Ich will sie müde machen.“ James Brown hat seine Fans mehr als 50 Jahre lang mitgerissen. Er hat sie bei seinen unzähligen Konzerten den Funk spüren lassen und ihnen unvergessliche Konzerterlebnisse beschert. Jetzt ist der „Soulman“ selbst müde geworden. In der Heiligen Nacht ist er für immer eingeschlafen. Am Montag, dem 25. Dezember 2006, um 1.45 Uhr ist in Atlanta eine unvergessliche Legende gestorben.
Fast bis zum Schluss stand James Brown auf der Bühne. Vor knapp zwei Monaten trat er noch einmal im Wiener Gasometer auf. Dort stand ein Mann voller Leben, dem man sein hohes Alter auf der Bühne kaum ansah. Er ließ sich von seinen Backgroundtänzerinnen umschwirren und sang seine größten Hits „It’s A Man’s World“ und „Sex Machine“ für sein tobendes Publikum.
James Brown führte ein turbulentes Leben, ein Heiliger war der „Godfather“ allerdings nicht. Bereits als Jugendlicher landete der in bitterer Armut aufgewachsene Musiker wegen bewaffneten Raubüberfalls in Jugendhaft. Immer wieder kam er wegen Drogenbesitzes und ehelicher Gewalt mit dem Gesetz in Konflikt.
Mit seiner Hymne „Say It Loud (I’m Black And I’m Proud)“ war der „Soulman“ eine Ikone der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 60er Jahren. Er liebte es musikalisch zu experimentieren. Mit seinem rhythmischen Sprechgesang gilt er als Wegbereiter der modernen Rap-Musik. Seine Musik beeinflusste fast alle Musikstile nachhaltig, sowohl Pop-Musiker als auch die Jazzszene und HipHopper berufen sich auf den unvergleichlichen James Brown. Seine Stimme war / ist unverkennbar: durchdringend und laut.
Die Welt kennt James Brown aber nicht nur durch seine außergewöhnliche Musik. Er hat auch in einem weltberühmten Film mitgespielt. Als Reverend Cleophus James ist er in „Blues Brothers“ mit John Belushi und Dan Aykroyd zu sehen.
Der 73-jährige starb an den Folgen einer Lungenentzündung, sein Erbe bleibt. Nur der Funk wird ab jetzt ein bisschen leiser sein.
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