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Studiengebühren


10.08.2005 (R. Schmidt) Kategorie: Politik

Bild: www.campusmagazin.de

Jetzt heißt es ,,Erst zahlen, dann studieren“. Die ,,klassischen“ Semestergebühren sollen erhöht werden und einige Bundesländer wollen zusätzlich auf andere Weise den Geldbeutel der Studierenden entleeren.

So wollen sie erzielen, dass die Zuschüsse für die Studentenwerke gekürzt werden. Die Folge wird sein, dass der von jedem Studierenden zu bezahlende Semesterbeitrag enorm steigen wird.

Ebenso soll das Mensaessen oder andere Angebote des Studentenwerks reduziert oder sogar komplett gestrichen werden, wie z. B. die Rechtsberatung oder die psychotherapeutische Beratung.

Die Bundeshauptstadt Berlin hat sich in Bezug auf die Studiengebühren besonders negativ ins Licht gerückt. In Berlin soll der Semesterbeitrag abhängig von der Länge des Studiums erbracht werden.

Gegen die Studiengebühren laufen schon seit längerem Demonstrationen seitens der Studierenden und anderen Studiengebühren-Gegnern. Am 16.06.2005 fand in Hamburg, Köln und anderen Städten der „Summer of Resistance“ statt. Über Zehntausende demonstrierten für bessere Bildung und gegen Studiengebühren. In Köln wurde mehrere Tage lang gestreikt.

Durch die erhöhten Kosten, die auf Studierende zukommen, wollen jetzt verschiedene Banken ein Darlehen für die Studenten anbieten. Die Deutsche Bank möchte ab dem Wintersemester mit ihrem ,,Studenten-Banking-Angebot“ beginnen. Dadurch stünde den Studenten ein maximaler Betrag von monatlich 800 Euro zu Verfügung, bei einer Verzinsung von 5,9 bis 9,9 Prozent. Die Rückzahlung und Tilgung muss spätestens zwölf Jahre später erfolgt sein.

Den Studierenden bleibt ansonsten nichts weiter übrig, als neben ihrem Studium einen Nebenjob anzunehmen, um die Studiengebühren bezahlen und ihren Lebensunterhalt erhalten zu können.

Bleibt abzuwarten, wie sich alles in naher Zukunft entwickeln wird.

So könnten die Semestergebühren in Zukunft aussehen:

Sachsen:307 €
Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein:500 €
Bayern und Hamburg:550 €
Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Bremen:551 €
Niedersachsen:575 €
Rheinland-Pfalz:650 €
Hessen:950 €
Mecklenburg-Vorpommern:Noch umstritten



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