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Jürgen Klinsmann - WM-Rückblick und Zukunftspläne


05.01.2007 (J. Brodski) Kategorie: Sport

Bild: img.aktualne.centrum.cz

Jürgen Klinsmann – eingefleischten Fußballfans als Europameister, Weltmeister und UEFA-Cup Torschützenkönig bekannt – ist seit der Weltmeisterschaft 2006 in aller Munde. Mit Spaß am Sport und tatkräftiger Motivation verhalf der damalige Bundestrainer seiner Nationalelf ins Halbfinale und bekehrte nebenbei auch noch den letzten Fußballmuffel zum Fanatiker.

Was nur wenige Wochen zuvor noch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien, geschah: Entgegen aller Kritik an Klinsmanns Trainingsmethoden und seiner Spielerwahl bewies Deutschland Ausdauer und Konkurrenzfähigkeit auf einem steilen Weg zum Sieg, während Fußballgiganten und Titelfavoriten wie Brasilien und Argentinien auf der Strecke blieben. Auch wenn es für die „Klinsmänner“ schließlich doch „nur“ für den dritten Platz reichte, waren sie mit ihrem Bundestrainer an der Spitze nach einem knappen Monat Spielzeit Weltmeister der Herzen.

Doch kaum hatte Klinsmann, an dem sich sämtliche Kritiker die Zähne ausgebissen hatten, sich und der Welt bewiesen, dass er die nötigen Trainerqualitäten besitzt um seine Mannschaft zum Erfolg zu führen, räumte der Gepriesene das Feld. Eine notwendige Pause von mindestens sechs Monaten vom Trainerstress und Zeit für die Familie sollen bei seiner Entscheidung die Hauptrolle gespielt haben. Trotz Drängen vieler Fans und Teamkollegen lehnte Klinsmann eine Verlängerung seines Vertrags, der 2004 geschlossen wurde und mit Ende der Weltmeisterschaft auslief, ab. Jetzt darf sich Klinsmanns Co-Trainer Jürgen Löw an seiner Stelle als Coach beweisen.

Die angekündigte Ruhezeit ist nun vorbei und die Welt gespannt auf Klinsmanns Zukunftspläne. Doch während ein Angebot das nächste jagt, lässt der Exbundestrainer sich weitere Bedenkzeit. Nachdem er zunächst den Posten des Nationaltrainers in den Vereinigten Staaten von Amerika ablehnte, ist er nun als solcher für Mexiko im Gespräch und auch ein Comeback als Deutschlands Nummer 1 ist nicht ganz ausgeschlossen.

Es gibt also wieder Hoffnung für die Fans, die sich am 11. Juli 2006 ihres WM-Helden beraubt sahen, und nun darauf warten dürfen, dass Jürgen Klinsmann vielleicht sogar bis zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wieder sein Amt als Nationaltrainer einnimmt.



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