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Die Online-Enzyklopädie Wikipedia stellt seit ihrer Gründung im Januar 2001 Wissen für alle Menschen zur freien Verfügung. Dass dieses Konzept Erfolg hat, zeigen die Rekordbesucherzahlen der Seite im September 2006. In diesem Monat besuchten insgesamt 59,9 Millionen Menschen die Seite, was ein Wachstum von 18 % im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Wikipedia ist damit auf Platz sechs der in Europa am meisten aufgerufenen Webseiten, wie das Marktforschungsinstitut Comscore ermittelte.
Aus diesem Grund rüstete der Verein „Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V.“ sein Rechenzentrum mit 15 neuen Servern aus, um den Zugriff auf das Online-Lexikon für Nutzer aus Europa zu beschleunigen. Doch bevor dies geschehen konnte, waren erst einige bürokratische Schwierigkeiten aus dem Weg zu schaffen. Da Wikimedia in Deutschland bis zum Jahre 2011 als gemeinnütziger Verein anerkannt wurde, war es nicht leicht, die 60.000 Euro an Spendengeldern, welche für die Anschaffung neuer Hardware gedacht waren, der Wikimedia Foundation zu übermitteln, die ihren Sitz in Florida hat.
Doch das Problem konnte relativ leicht behoben werden. Die neuen Server stehen nun im Amsterdamer Rechenzentrum, während in Florida – dem Sitz der Hauptdatenbankserver Wikipedias – die weitere Aufrüstung ohne Hilfe aus Deutschland vorgenommen wird.
Auch wenn mit den neuen Servern die vorhandenen Kapazitäten in Amsterdam mehr als verdoppelt wurden, ist nicht davon auszugehen, dass der vom ersten Vorsitzenden Kurt Janssons erhoffte „spürbare Effekt beim Zugriff auf die freie Enzyklopädie Wikipedia und ihre Schwesterprojekte” lange anhält. Wenn das Projekt weiterhin so rasant wächst wie bisher, wird Wikimedia auch in Zukunft auf Spenden angewiesen sein, um die technische Infrastruktur weiterhin angemessen ausbauen zu können.
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