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Datenschutz - Wie gut ist der Schutz unserer Privatsphäre wirklich?


08.01.2007 (C. Nägler) Kategorie: Politik

Bild: www.cdservices.de

Seit jeher ist der Datenschutz ein heikles Thema – vor allem jetzt im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung durch den alltäglichen Einsatz von Computern, die es ermöglichen, ein schier grenzenloses Volumen an personenbezogenen Daten zu speichern und zu verwalten.

So erfahren nicht nur staatliche, sondern auch private Unternehmen immer mehr Details aus dem Privatleben des Einzelnen. Dementsprechend werden die Forderungen nach technischen Maßnahmen, insbesondere allerdings nach neuen gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Privatsphäre, laut.

Gemäß einer Umfrage seien die Deutschen zwar generell bereit, sich auf eine allgegenwärtige Datenverarbeitung einzulassen, jedoch nur, wenn ausreichender Datenschutz gewährleistet werden kann. Ein Streitpunkt sind vor allem die so genannten RFID-Funkchips, deren Daten sich unbemerkt auslesen lassen. Eingesetzt wurden diese Chips zuletzt bei der Fußball-WM, um die Identität der Ticketbesitzer überprüfen zu können. In Zukunft sollen RFID-Chips auch regelmäßig im Handel eingesetzt werden. Daher wird gefordert, diese beim Bezahlen der Ware unbrauchbar zu machen, dem Kunden jedoch trotzdem die Möglichkeit auf Umtausch oder Garantieleistung zu gewährleisten.

Da sich das Datensammeln nicht nur mit rein technischen Mitteln unterbinden lässt, und in der heutigen Zeit der wirtschaftliche Wert von Datenprofilen groß ist, fordern Datenschützer besonders vom Gesetzgeber Maßnahmen. Strafvorschriften mit Bußgeld als Sanktion bei Zuwiderhandlung sollen her.

Um das Risiko auf Datenmissbrauch zu vermindern, soll dem Kunden beispielsweise durch Abgabe und Verwaltung von Einwilligungserklärungen, aber auch durch Nutzung von Pseudonymen, eine Kontrolle seiner Daten und deren Weitergabe ermöglicht werden. Allerdings ist man bei solchen Mechanismen wieder auf die Gesetzgebung angewiesen. Dem Verbraucher soll außerdem die Möglichkeit eingeräumt werden – bei Verletzung des informellen Selbstbestimmungsrechts – Unternehmen haftbar zu machen. Um diese Haftungsrisiken zu umgehen, müssten die Unternehmen ihre Systeme datenschutzkonform gestalten.



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