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Rätselhaft: Säure zerfrisst Geldscheine
13.01.2007 (C. Nägler)
Kategorie: Panorama
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Polizei und Bundesbank rätseln über sich auflösende Euronoten. Seit Juni sind besonders in Nord- und Ostdeutschland Geldscheine im alltäglichen Gebrauch zerbröselt. Laut kriminaltechnischer Untersuchungen der Landeskriminalämter Berlin und Rheinland-Pfalz ist Schwefelsäure der Auslöser für den Zerfall, allerdings sei noch unklar, ob es auf ein Versehen oder eine Straftat zurückzuführen ist. Ein Herstellungsfehler wird jedoch ausgeschlossen.
Nach eigenen Angaben wurden bereits um die 1.500 beschädigte Scheine von der Deutschen Bundesbank gezählt. Die Scheine zerfielen bei Körperkontakt, häufig nach der Entnahme aus Geldautomaten. Chemiker mutmaßten, die Scheine könnten möglicherweise mit einem Sulfat-Salz gepudert sein, das sich bei Berührung mit Feuchtigkeit – beispielsweise Handschweiß – zu Schwefelsäure entwickle. Betroffen waren Scheine im Wert bis zu 100 Euro. Es bestehe jedoch kein Gesundheitsrisiko.
Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Note in die Hände zu bekommen, ist Angaben der Deutschen Bundesbank zufolge, sehr gering. Europaweit seien etwa 10,5 Millionen Scheine im Umlauf, bundesweit nur etwa 5 Millionen. Schadhafte Scheine können problemlos bei der Bundesbank, sowie auch bei normalen Geschäftsbanken, ersetzt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass mehr als die Hälfte des Scheines vorhanden ist oder der Kunde nachweisen kann, dass der verbliebene Rest vernichtet worden ist.
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