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WM: South Africa 2010


15.01.2007 (S. Ranjah) Kategorie: Sport

Bild: www.internetwache.brandenburg.de

Einige hegen noch Zweifel: Wird der nächste WM-Gastgeber Südafrika für die Fußballweltmeisterschaft 2010 gut vorbereitet sein?

Kritiker weisen immer wieder auf die noch nicht fertig gestellten Stadien und auf die hohe Kriminalität hin. Nirgendwo sonst gibt es so viele Raubüberfälle und Mordversuche wie am Kap der guten Hoffnung. Nicht allein der Schutz der geschätzten 400.000 Besucher sei gefährdet, sondern auch ihr Transport und ihre Unterbringung sind problematisch, in einem Land, in dem es kaum belastbare Personen-Nahverkehrsmittel gibt.

Danny Jordaan, der Chef des lokalen Organisationskomitees, sieht die Situation aber ganz anders: „Wir sind mit dem Bau der Stadien und der Infrastruktur insgesamt ganz genau im Zeitplan. In Durban und Port Elizabeth wurde schon mit dem Bau begonnen, lediglich in Kapstadt gibt es noch Fragezeichen.“

Trotz aller Bedenken wird in Südafrika also eiligst gebaut und renoviert. Vier Stadien stehen bereits, sechs weitere werden noch erweitert. Das Jahr 2007 soll entscheidend sein und es wird schon als „Umsetzungsphase“ bezeichnet. In diesem Januar und Februar wird nämlich mit dem Aufbau erst richtig losgelegt. Für Horst R. Schmidt, Berater der Südafrika-WM für den Weltverband Fifa, ist die südafrikanische Regierung ein „Garant für die Umsetzung“ der Pläne. Sie hat bereits 1,6 Milliarden Euro für Stadien und Infrastrukturmaßnahmen garantiert.

Größte Arena Afrikas

In Johannesburg wird beispielsweise die größte Arena Afrikas entstehen, nachdem das bisherige Soccer-City-Stadion abgerissen wird. Sie soll dann 94.700 Zuschauern Platz bieten und der Austragungsort für die Eröffnung des Weltereignisses werden. Auch das Endspiel wird hier stattfinden. Das Stadion kann zwar nicht wie geplant beim Confederations-Cup im Juni 2009 getestet werden, weil es bis dahin wohl nicht fertig sein wird, aber dafür gibt es genug andere Austragungsorte. Das Ellis-Park-Stadion (70.700 Zuschauer) in Johannesburg und das Nelson-Mandela-Bay-Stadion (49.500 Plätze) in Port Elizabeth sind zwei Arenen, die für die Spiele der „kleinen“ WM genutzt werden können.

„Ende 2008 werden alle Stadien fertig sein“, versicherte Danny Jordaan. Doch was ist mit der hohen Kriminalitätsrate? Andreas Henkel, zurzeit Marketing-Chef der Sportartikelfirma Adidas in Südafrika, meint dazu: „Wenn man sich an die Regeln hält, kann einem eigentlich nichts passieren.“ Regeln, die auch in allen anderen Städten beachtet werden sollten, was so viel heißt wie: Nachts nicht unbedingt alleine ausgehen, sich vor allem nicht in dunklen, einsamen Ecken aufhalten und seine Wertgegenstände nicht zu offen zeigen.



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