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Neben bekannten Sportarten wie Fußball und Tennis kommen immer mehr weniger populäre Aktivitäten in Mode. Noch relativ unentdeckt ist beispielsweise das Ringtennis, welches aufgrund seines Namens gewisse Gemeinsamkeiten zum verbreiteten Tennissport annehmen lässt.
Ringtennis gilt ebenfalls als Rückschlagspiel, wird aber nicht, wie Tennis, mit einem Schläger gespielt, sondern mit den bloßen Händen. Statt eines Tennisballs wird mit einem Moosgummiring agiert. Dieser wiegt zwischen 210 und 230 Gramm. Jeder Spieler versucht den Moosgummiring so über das 1,50 Meter hohe Netz zu werfen, so dass der Gegner ihn nicht fangen kann. Das Spielfeld erinnert stark an einen Tennisplatz, nur ohne T-Feld, dass auch Halbfeld genannt wird (der jeweils vordere, innere Teil des Tennisfeldes). Es erstreckt sich auf einer Fläche von 12,20 mal 3,70 Meter beim Einzel. Beim Doppel verbreitert sich das Spielfeld an jeder Seite um jeweils 90 Zentimeter.
Der Ring darf das Netz nicht berühren, die Spieler dürfen den Sperrraum, der auf jeder Seite 90 Zentimeter vor dem Netz liegt, nicht betreten.
Der Moosgummiring darf sich während des Flugs wie eine Frisbee-Scheibe in sich drehen, aber auf keinen Fall nach oben und unten wackeln, sonst erhält die Gegenpartei einen Punkt. Auch ist es verboten, den Ring von oben nach unten zu werfen.
Laufen mit dem Ring in der Hand ist ein weiterer Fehler, der zum Punkt der Anderen führt. Wer den Ring gefangen hat, darf nur höchstens zwei Bodenkontakte machen, bevor er den Ring wieder zurückwirft. Die Wurfbewegung muss in sich ohne Pause erfolgen, das heißt, wer fängt, wirft auch wieder mit der gleichen Hand, ohne Zick-Zack-Bewegung, also kein extra Ausholen erlaubt, sofort zurück.
Der Vorläufer des Ringtennis entstand als Deck-Tennis auf Schiffsreisen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 20er Jahren führte der damalige Karlsruher Bürgermeister Herrmann Schneider das Deck-Tennis in Deutschland ein. So breitete sich der neue Sport erst in Südwestdeutschland aus, bevor er sich über ganz Deutschland erstreckte.
Die ersten Ringtennis-Weltmeisterschaften fanden im November 2006 in Chennai (Indien) mit Deutschland, Südafrika, Pakistan, Bangladesh, Brasilien und dem Gastgeberland als Teilnehmer statt. Deutschland holte sich dabei den Mannschafts-Weltmeistertitel.
Wer mehr über die sich immer größerer Beliebtheit erfreuende Sportart erfahren möchte, findet zahlreiche Informationen auf der Webseite www.ringtennis.de.
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