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Größtes Kunstmuseum Japans eröffnet


16.02.2007 (I. Kutta) Kategorie: Welt

Bild: www.nact.jp

Am Sonntag, den 21. Januar 2007, öffnete das bisher größte Kunstmuseum Japans, das „Nationale Kunstzentrum“, seine Pforten. In der japanischen Hauptstadt Tokyo wurde die Eröffnung zelebriert. Geladene Gäste waren unter anderem Kaiserpaar Akihito, Kaiserin Michiko sowie der Ministerpräsident Shinzo Abe.

Im Gegensatz zu vielen anderen populären Galerien werden in dem neuen Museum ausschließlich Wechselausstellungen präsentiert. Damit soll vorwiegend Interesse bei einer jungen Zielgruppe geweckt werden. Alleine im ersten Jahr rechnen die japanischen Medien für die fünfte nationale Kunsteinrichtung Japans mit Besucherzahlen um 220.000 Gäste.

Kisho Kurokawa, der Architekt des modernen Bau, begrüßte bei der Eröffnung die günstige Gelegenheit, in dem neuen Museum „zu jeder Zeit jedwede japanische oder ausländische Ausstellung“ der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Auf 14.000 Quadratmetern Fläche werden künftig weltbekannte Schätze in Tokyos Kulturviertel Roppongi in zwölf Ausstellungsräumen präsentiert. Das Gebäude bezaubert die Besucher als ein Kunstwerk in sich. Die geschwungene, aus Glas und Metall entworfene Außenfassade sorgt für viel Tageslicht in dem 223 Millionen Euro teurem Bauwerk. Eine pompöse Lobby mit einer 21,6 Meter hohen Decke beeindruckt die Besucher schon am Empfang.

Wie auf der Website des „National Art Centers“ zu lesen ist, sei laut dem Direktor des Museums, Hayashida Hideki, die Planung dieses gigantischen Vorhabens schon bis in die Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zurückzuverfolgen.

Weitere Highlights unter dem Dach des Museums sind drei Cafés und ein Restaurant, das besonders der weltbekannte französische Chefkoch, Paul Bocuse, zu einem Anziehungspunkt machen wird. Auch ein Shop, ein Auditorium und drei Hörsäle wurden im Museum integriert. Eine Bibliothek mit 50.000 Veröffentlichungen zum Thema Kunst macht das Angebot perfekt.

Bis zum 19. März dieses Jahres läuft die erste Exposition unter dem Titel „Living in the Material World: ‚Things’ in Art of the 20th Century and Beyond“. Sie zeigt eine gelungene Zusammenstellung von über 500 Kunstwerken, von 280 verschiedenen Künstlern, darunter auch Werke aus dem bekannten „Museum of Modern Art“ in New York zu den Themen Materialismus und Kapitalismus. Werke von Marcel Duchamp und Tom Wesselmann sind nur einige Höhepunkte dieser Attraktion.

Zeitgleich wird eine Schau zum zehnten Jubiläum der Bunkacho Media Arts Festival unter dem Namen „The Power of Expression, Japan” bis zum 4. Februar 2007 präsentiert. Anschließend wird eine Präsentation enthüllt, deren Werke aus der französischen Hauptstadt, direkt aus dem weltberühmten Pariser „Centre Pompidou“, eingeflogen werden. Diese setzt sich unter dem Titel „Paris du Monde entier: Artistes étrangers à Paris 1900-2005“ mit ausländischen Künstlern, die im 20. Jahrhundert in Paris gelebt haben, auseinander.

Bleibt abzuwarten, ob das „National Art Center“ den hohen Erwartungshaltungen der Planer gerecht werden kann und das viel versprechende Projekt von den Japanern langfristig angenommen wird.



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