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Kyrill - Ein Vorbote des Klimawandels


21.02.2007 (H. Bylinski) Kategorie: Welt

Bild: www.denk-mit.info

Die Klimaveränderung greift um sich. Monster-Wirbelstürme, ein dramatischer Anstieg des Meeresspiegels und lange Dürreperioden. Aus dem neuen UNO-Bericht geht hervor, dass drastische Klima-Anomalien in Zukunft unsere Erde beherrschen werden.

Die beobachteten Veränderungen in der Atmosphäre und der Weltmeere, sowie der Verlust von Packeis sind ohne äußere Einwirkung nicht zu erklären, heißt es im aktuellen UNO-Klimabericht. Es ist „sehr wahrscheinlich“, dass die Entwicklung nicht allein auf natürliche Ursachen zurückzuführen sei, sondern durch den Menschen verursacht wurde. Hauptsächlich durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, wie Kohle und Öl.

Wissenschaftler, die an dem Klimabericht mitgearbeitet haben, gehen offenbar von einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur zwischen 1,1 und 6,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 aus. Die Meeresspiegel könnten bis zum Ende des Jahrhunderts nach Einschätzung der Experten um 18 bis 59 Zentimeter ansteigen. Weitere 10 bis 20 Zentimeter seien möglich, wenn das schnelle Abschmelzen des Polareises fortschreite. Weitere Folgen der Erwärmung seien auch zunehmende Dürreperioden, sowie Wirbelstürme bisher unbekannten Ausmaßes. Kyrill war nur ein Vorbote:

Mindestens 43 Tote in Europa, Verkehrschaos, zehntausende Haushalte ohne Elektrizität, Schäden in Milliardenhöhe: Mit dem Orkantief „Kyrill“ (altgriechisch: „Der Herr“) ist der schwerste Sturm der vergangenen zwanzig Jahre über Deutschland hinweggefegt und hat quer durch Europa eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Der Sturm erreichte Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde. In Deutschland blies „Kyrill“ am heftigsten auf dem Wendelstein in Bayern mit 202 Stundenkilometern. Den höchsten Wert registrierte der Wetterdienst mit 225 Stundenkilometern auf dem Schweizer Aaletschgletscher.

Eine Vielzahl der durch das Sturmtief ums Leben gekommenen Menschen, wurde Opfer umstürzender Bäume, die auf ihre Autos fielen oder zu Verkehrsunfällen führten. Zwei Personen wurden von losgerissenen Türen erschlagen. Besonders tragisch ist der Fall eines 18 Monate alten Kindes in Bayern. Es wurde vor den Augen seiner Eltern von einer aus der Verankerung gerissenen Balkontür erschlagen. Auch Feuerwehrleute verloren bei Sturm-Einsätzen ihr Leben. Die Niederlande, Tschechien, Polen, Belgien und Frankreich melden ebenfalls Tote.

„Jeder Regierungschef, der in seinem Amtseid geschworen hat, Schaden von seinem Volk abzuwenden, ist jetzt zu einer ernsthaften Klimapolitik verpflichtet. Das Schlimmste muss unbedingt vermieden werden.“ appellierte Christoph Bals, Geschäftsführer von der Umweltorganisation Germanwatch an die Staatsoberhäupter.

Die Beweise für eine Veränderung unseres Klimas sind erdrückend, jetzt muss die Weltgemeinschaft handeln. Der Klimawandel und seine Folgen sind die Herausforderungen des Jahrhunderts.



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