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Sciencefiction-Autoren und Weltallforscher rätseln ununterbrochen, was das Universum der Menschheit in Zukunft noch zu bieten hat. Darum gibt es auch viele Visionen für das Jahr 2067. Ein besonderes Jahr, denn dann liegt die erste Mondlandung knapp 100 Jahre zurück.
Harrison Schmitt, der vorerst letzte Mensch auf dem Mond, spricht beispielsweise von einer Lösung der irdischen Energieprobleme durch das Edelgas-Isotop Helium-3. Schon im letzten Jahr hat der Chef des russischen Raumfahrtkonzerns Energija eine Lieferung des seltenen Materials in industriellem Umfang bis 2020 angekündigt. Das Element soll in irdischen Fusionsreaktoren in Energie umgewandelt werden. Doch Experten halten dieses Versprechen für mehr als fragwürdig, da es noch keinen Fusionsreaktor gibt, der mehr Energie erzeugt, als er verschlingt. Darum wird die Idee aus wirtschaftlichen Gründen, wenn überhaupt, dann erst in sehr ferner Zukunft umgesetzt werden.
Auch die beiden derzeit geplanten längerfristigen Raumfahrt-Projekte – eine bemannte US-Marsmission und eine permanent besetze Mondstation – sind nicht allzu leicht realisierbar. Allein aus Kostengründen handelt es sich bei solchen Vorhaben immer um internationale Projekte. Das bedeutet allerdings auch, dass sie anfällig für jahrelange Verzögerungen, explodierende Kosten und häufige politische Neuverhandlungen der Entwürfe sind. Dadurch wurden viele Projekte bis heute entweder nur teilweise oder gar nicht verwirklicht. Ein Beispiel hierfür ist der europäische Raumgleiter „Hermes“. Etwa ein Jahrzehnt lang beschäftigte sich die Europäische Raumfahrtgesellschaft „European Space Agency“ (ESA) sich mit seiner Planung, bis das Projekt Anfang der Neunziger Jahre aus Kostengründen aufgegeben wurde.
Was sich jedoch bis zum Jahr 2067 mit Sicherheit geändert haben wird, ist, dass nicht nur Raumfahrtbehörden und einige große Konzerne den Raumfahrtmarkt beherrschen werden. Viele kleinere Akteure, wie zum Beispiel Universitäten, die reguläre Raketenstarts als Mitfluggelegenheit für Mini-Satelliten nutzen können, werden ihre Beiträge leisten.
Eine solche Möglichkeit stünde dann auch immer mehr Unternehmen offen, die so preiswerte Internet- und Telefondienste auf der ganzen Welt anbieten könnten. Jede Region der Welt könnte auf diese Weise an die globale Wirtschaft angeschlossen werden, beispielsweise auch kleine Dörfer in Afrika.
Ebenso sind Raketenstarts als Dienstleistung denkbar. Das Angebot, einmal Urlaub auf dem Mond zu machen, wird jedoch nur gut betuchten Personen vorbehalten sein und in keiner Weise der breiten Masse zur Verfügung stehen. Ob Luxus-Touristen solch ein Angebot trotz fehlendem Komforts in den Raumstationen jedoch nutzen werden, bleibt fraglich.
Fest steht, was auch immer die Zukunft bringen wird, die Raumfahrt ist und bleibt ein teures Anliegen, welches viele neue Erkenntnisse liefern kann. Im besten Fall führen diese zu einer Lösung für irdische Energieprobleme, im schlechtesten lediglich zur Erschließung eines neuen, wenig preiswerten Urlaubsortes.
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