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HomeLink - Urlaub mal anders
13.03.2007 (U. Albersmeier)
Kategorie: Lifestyle
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Stellen Sie sich vor, Sie sind verreist. Während Sie den Urlaub genießen, sitzen Fremde in ihrer Wohnung. Sie schlafen in Ihrem Bett, fahren Ihr Auto, vielleicht stöbern sie sogar in Ihren Schränken.
Das hört sich wie ein Albtraum an? Es ist aber tatsächlich ein seit 50 Jahren bewährtes Konzept aus den USA – HomeLink. Auch Sie verbringen die freien Tage nicht in einem 4-Sterne Hotel, sondern in der Privatwohnung eben dieser fremden Familie, die es sich bei Ihnen zu Hause gemütlich macht.
Über 10.000 Mitglieder aus fast 70 verschiedenen Ländern nutzen die internationale Haustauschbörse bisher und auch in Deutschland erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit: Über 1.000 Deutsche sind schon Mitglied bei HomeLink. Am Liebsten tauschen sie ihr Haus mit anderen Mitgliedern aus Deutschland. An zweiter Stelle steht ein Tausch mit US-Amerikanern.
Die Gründe für Ferien dieser Art sind vielfältig. So spielt der Kostenfaktor dabei sicherlich eine Rolle. Für einen Mitgliedschaftsbeitrag von 135 Euro im Jahr können Nutzer von HomeLink überall auf der Welt kostenlos unterkommen.
Allerdings sind laut www.homelink.de gerade die besser Verdienenden beim Haustausch stark vertreten. Sie wollen Urlaub außerhalb von Pauschalreisen machen, das Leben in anderen Kulturen kennen lernen und einfach neue Kontakte knüpfen. Viele Mitglieder von HomeLink berichten, dass sie auch noch nach Jahren Kontakt zu ihren früheren Tauschpartnern haben und sich echte Freundschaften entwickelt haben.
Tauschangebote finden Interessenten auf der Homepage von HomeLink. Durch Verlinkungen mit den Websites der Anbieter, können dann schon vorab Bilder der Wohnung angeschaut werden. Der Tausch wird schließlich mit dem Ausfüllen eines Formulars fixiert. Dennoch besteht die Möglichkeit individuelle Vereinbarungen zu treffen: Darf das Auto benutzt werden? Wer bezahlt die Stromrechnung für die Zeit des Tausches? Müssen die Haustiere umsorgt werden?
Wirklich schlechte Erfahrungen scheinen Haustauscher tatsächlich kaum gemacht zu haben. Ab und zu wurde die eigene Wohnung nicht ganz so sauber hinterlassen, hin und wieder entsprach die getauschte Wohnung nicht vollkommen den Erwartungen.
Die größte Hürde beim Haustausch ist überhaupt einen Tauschpartner zu finden. Im Forum der Homepage klagen frustrierte Nutzer. Ein Mitglied aus Ostfriesland berichtet, schon 250 E-Mails an potenzielle Tauschpartner geschrieben zu haben: ohne Erfolg. Wer nicht gerade in Berlin, Hamburg oder anderen für Touristen interessanten Orten wohnt, hat es schwerer.
Flexibilität ist hier gefragt, sich nicht auf ein bestimmtes Urlaubsland festzulegen. Stattdessen nehmen was angeboten wird, auch wenn es nicht der gewünschte Spanienaufenthalt am Meer ist. Dann ist der Haustausch sicherlich ein besonderes Erlebnis.
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