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Bildschirmarbeit auf dem Vormarsch


19.03.2007 (I. Kutta) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.first-computer-job.com

Mehr als jeder zweite Beschäftigte in der EU erledigt seine Arbeit vor dem Bildschirm eines Computers. Das gab die Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, am 19. Februar 2006 bekannt.

Der Anteil der Menschen, die am PC arbeiten, erhöhte sich damit um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während es im Jahre 2005 noch 49 Prozent waren, verrichteten 2006 51 Prozent aller Beschäftigten in der EU ihre Arbeit am Computer.

Deutschlands Bildschirmarbeiter erreichen einen Anteil von 56 Prozent und liegen damit im europäischen Mittelfeld. Spitzenreiter sind die Skandinavier (Dänemark 68 Prozent, Finnland 67 Prozent und Schweden 66 Prozent), dicht gefolgt von Frankreich (63 Prozent). Großbritannien liegt mit 51 Prozent genau im europäischen Durchschnitt. In die Studie wurden Beschäftigte, die mindestens einmal in der Woche einen Computer verwenden miteinbezogen.

Die steigende Bildschirmarbeit spiegelt sich auch in der zunehmenden Verbreitung des Internets wieder. Deutschlands Arbeitgeber können immerhin 40 Prozent aller Beschäftigten einen Internetanschluss bieten. Damit liegt Deutschland 4 Prozent über dem EU-weiten Durchschnitt.

„Der Einsatz von Computern steigert Produktivität und Effizienz. Das fördert das Wachstum der gesamten Wirtschaft“, kommentierte der Verbandsvizepräsident der Bitkom, Jörg Menno Harms, die Entwicklung. Er verwies dabei auf die schlechte Ausstattung der deutschen Schulen mit Computern. Statistisch kommt nur ein Gerät auf 11 Schüler. Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit auf Rang 18. Die Breitbandanschlüsse an Schulen lassen im europäischen Vergleich noch mehr zu wünschen übrig. Nur 63 Prozent der inländischen Schulen verfügen über einen High-Speed-Internetanschluss.

Jörg Menno Harms betonte die Notwendigkeit einer besseren und moderneren Ausbildung mit einer zeitgemäßen Internetausstattung, um jungen Auszubildenden realistische Chancen für den späteren Arbeitsmarkt mitzugeben. Bleibt zu hoffen, dass Deutschland besonders im Bildungswesen kräftig nachrüstet und so jeder die Möglichkeit auf eine fortschrittliche Ausbildung erhält.



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