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Unter diesem Motto werden auf der Leipziger Buchmesse vom 22. bis 25. März 2007 die neuen Frühjahrsprogramme der Verlage vorgestellt.
Die Messe hat sich zu einer Kommunikationsplattform für Verleger, Autoren, Leser und Presse entwickelt. Im vergangenen Jahr zählte sie über 126.000 Besucher. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche prominente Autoren erwartet. Unter ihnen befinden sich Alteingesessene wie Günther Grass, Hans Magnus Enzensberger und Martin Walser, der am 24. März seinen 80. Geburtstag mit dem Publikum feiern wird. Wolf Biermann liest aus seinem neuen Band „Heimat. Neue Gedichte“ und Christoph Hein ist im Gespräch zum Thema „Zensur und Literatur-Unterdrückung in der DDR“ zu erleben. Neben ihnen werden auch junge Autoren wie Wladimir Kaminer, Thomas Brussig und Clemens Meyer vertreten sein. Letzterer zählte mit seinem Debütroman „Als wir träumten“ im Vorjahr zu den Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse.
Besonders junge Leute sollen dieses Jahr auf die Buchmesse gelockt werden. Dafür sorgen unter anderem der Comedian Rick Kavanian und der MTV-Moderator Markus Kavka. Zu den musikalischen Highlights zählen die Auftritte der Band „Ohrbooten“ und des Rappers „Curse“.
Leipziger Buchmesse – das bedeutet nicht nur reges Treiben auf dem Messegelände, sondern auch die Beteiligung der ganzen Stadt. Überall in Leipzig wird gelesen: in Buchhandlungen, Kneipen, Museen und Kirchen. Messebesucher und Bürger haben hier die Möglichkeit, Prominente und Autoren hautnah zu erleben. „Leipzig liest“ ist mit über 1.900 Veranstaltungen an rund 300 Orten in der Stadt das größte europäische Lesefest. Auftakt des Festivals bildet die „Lange Leipziger Lesenacht“ in den Kellergewölben der Moritzbastei.
Mittlerweile ist der ausgedehnte Hörbuchbereich der Messe schon traditionell. Mehr als 120 Hörbuchverlage werden sich dieses Jahr präsentieren. Mit den Veranstaltungen von „Leipzig hört“ und der „ARD-Radionacht der Hörbücher“, die am Freitagabend live auf allen Kulturwellen der ARD übertragen wird, kommen Hörbuchbegeisterte ganz auf ihre Kosten. Außerdem gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Hörspiel-Nachwuchs-Wettbewerb. Unter dem Thema „Zwischenrufe“ konnten sich Hörspielmacher mit ihren selbstproduzierten Stücken bis zum 10. Februar 2007 anmelden. Die besten Ergebnisse werden auf der Buchmesse am Stand des „Hörspielsommer e.V.“ präsentiert.
Neben neuer deutschsprachiger Literatur bilden diesmal Mittel- und Osteuropa einen Themenschwerpunkt der Buchmesse. Speziell im Blickpunkt steht Slowenien. Das kleine Land hat durchaus viele Autoren zu bieten. Einige von ihnen werden auch auf der Messe beziehungsweise beim Literaturfestival „Leipzig liest“ zugegen sein. Der Philosoph Slavoj Žižek, der Lyriker Tomaž Šalamun und der deutsche Schriftsteller Durs Grünbein sind nur einige der Mitwirkenden der „Slowenischen Nacht der Philosophie und Literatur“. Diese wird von Universitätsbibliothek und Suhrkamp Verlag organisiert und stellt einen weiteren Höhepunkt der Messe dar.
Am 22. März 2007 wird zum dritten Mal der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. „Er hat sich in den vergangenen zwei Jahren als großer Literaturpreis im deutschsprachigen Raum gut etabliert“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. Der Preis ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien „Belletristik“, „Sachbuch / Essayistik“ und „Übersetzung“ vergeben.
Zu den Nominierten für die Kategorie „Belletristik“ gehören unter anderem der Büchner-Preisträger von 2004, Wilhelm Genazino, und der bereits verstorbene DDR-Schriftsteller Werner Bräunig. Der Österreicher Josef Haslinger ist mit seinem Buch über die Tsunami-Katastrophe von 2004 Anwärter in der Kategorie „Sachbuch / Essayistik“. Für ihre Dostojewskij-Neuübersetzung ist Swetlana Geier nominiert. Unter www.literaturport.de haben Sie die Möglichkeit, in die nominierten Titel reinzuhören.
Die Leipziger Buchmesse ist für Besucher vom 22. bis 25. März 2007 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 11 Euro, ermäßigt 9 Euro. Eine Dauerkarte ist für 23 Euro erhältlich.
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