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Präsident Bush kritisiert hohe Managergehälter


28.03.2007 (H. Bylinski) Kategorie: Welt

Bild: www.rbws4me.com

In den letzten Wochen hatten in Amerika millionenschwere Gehaltszahlungen und Abfindungen für Manager für Kritik gesorgt. Aus diesem Grund hat US-Präsident George W. Bush an der New Yorker Wall-Street in einer Rede an die Unternehmer appelliert, Verantwortungsbewusstsein zu beweisen. Ähnlich wie in Deutschland, wächst auch in den USA die Empörung über die zum Teil extrem hohen Gehälter und andere Vergünstigungen der Firmenbosse.

Der Präsident der Vereinigten Staaten forderte in seiner Rede, dass die Gehälter und Bonuszahlungen der Manager zukünftig am Erfolg des Unternehmens sowie dem Aktienwert gemessen werden sollen. Vorgaben der Regierung zur Festlegung der Managergehälter lehnte der Präsident jedoch ab.

George W. Bush erklärte weiterhin, dass er mehr Freihandel, weniger Staatsausgaben, niedrigere Steuern und flexiblere Finanzmärkte wolle. Keine Industrie-Nation wachse so stark wie die USA, sagte er zur Wirtschaftslage des Landes. „Wenn es einen unumstrittenen Weltführer in Sachen Wirtschaft gäbe dann sind es die USA.“

Um neuen Wettbewerbern besser begegnen zu können, müssten Gesetze reformiert werden, sagte das Staatsoberhaupt. Dabei benannte er allerdings keine Konkurrenten. Er sprach sich auch gegen Steuererhöhungen aus. Die Steuersenkungen seiner Regierung hätten maßgeblich zum Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen.

Bush zufolge, sind in den USA seit August 2003 mehr als 7,2 Millionen Jobs geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 4,5 Prozent, im letzten Jahr betrug sie bei 5,1 Prozent. Derweil gewinnt die US-Konjunktur wieder an Tempo.

Laut Berichten des Handelsministeriums, wuchs das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2006 mit einer hochgerechneten Jahresrate von 3,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2006 ergibt sich damit ein Plus von 3,4 Prozent, nach 3,2 Prozent im Jahr 2005.

Die Rede George W. Bushs an der Wall-Street ist Teil einer neuen Strategie des Präsidenten. Unter dem Hagel massiver Kritik an der Irak-Politik seiner Regierung, will er die Aufmerksamkeit verstärkt auf die positive Wirtschaftspolitik lenken.

Im langsam anlaufenden Wahlkampf will der Präsident seine Landsleute nun dazu bringen, den Blick auf ihre Brieftasche zu richten. „Die Leute arbeiten, und die Löhne gehen rauf“, sagte Bush in einem Interview des Fernsehsenders ABC. „Aber wir befinden uns in einer Kriegszeit. Krieg ist beunruhigend. Krieg ist negativ. Und ich verstehe das.“

Ob die neue politische Strategie bei den Amerikanern fruchtet, werden die Präsidentschaftswahlen 2008 zeigen.



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