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Neue Rennstrecke für den TGV


19.04.2007 (S. Ranjah) Kategorie: Europa

Bild: www.hochgeschwindigkeitszuege.com

Ab Anfang Juni 2007 können Reisende mit dem „Train à Grande Vitesse“ (TGV [Hochgeschwindigkeitszug]) schneller in der französischen Hauptstadt sein. Auf der neuen Strecke benötigt der Zug nur vier Stunden von Frankfurt nach Paris und knapp zwei Stunden von Straßburg aus. Bereits am 15. März 2007 wurde die Schnellstrecke „Paris – Baudrecourt“ nach einer Bauzeit von fünf Jahren eingeweiht. Am 10. Juni 2007 wird der TGV-Est Européen dann erstmals den Abschnitt von Straßburg nach Paris aufnehmen. Auch die ICE 3-Züge werden die 300 Gleiskilometer befahren.

Damit viele Passanten auf die Schnellzüge umsteigen, wollen die Deutsche Bahn und die französische Bahngesellschaft SNCF (Société Nationale des Chemins de fer Français) ihre Kunden mit Sonderangeboten gewinnen. Durch die Zusammenarbeit beider Länder, wird beispielsweise die Bahncard auch für den TGV von Deutschland nach Paris gültig sein. Kein Einchecken und keine Wartezeit wie am Flughafen, bringen die Billigfluganbieter jetzt schon in Not. Der Anbieter Easyjet hat deshalb zum Beispiel alle Flüge auf der Strecke zwischen Paris und Marseille eingestellt. Auch Flüge der Air France von Paris nach Lothringen soll es nach der Betriebsaufnahme des neuen Schnellzuges nicht mehr geben.

Neuer Weltrekord

Der französische Zug ist seit 25 Jahren schneller als sein deutsches Pendant. Seine Normalgeschwindigkeit beträgt knapp 300 km/h. Technisch gesehen ist das beim ICE zwar möglich, der deutsche Schnellzug darf diese Geschwindigkeit aber nicht erreichen. Das deutsche Gleiswerk ist für solch hohe Geschwindigkeiten zu wenig ausgebaut, da auf den Schienen der ICE in Deutschland auch den Regionalzügen Platz bieten muss.

Die Franzosen hingegen bauen für ihr Vorzeigemodell eigens Spezialschienen. So hat der neue TGV auf der neu erbauten Strecke einen neuen Weltrekord von 574,8 km/h aufgestellt. Über 30 Milliarden Euro haben die Franzosen mit ihrer Vorliebe für schnelle Fahrzeuge seit dem ersten Schnellzug in die Technik investiert. Das Geld lohnt sich denn auch: Bis zu 180.000 Fahrgäste benutzen täglich das französische Vorzeigeobjekt.



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