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Autoren wie Ernest Hemingway und Edgar Allan Poe machten sie berühmt – die Kurzgeschichten. Doch was ist eigentlich eine Kurzgeschichte und wo liegen ihre Ursprünge?
Die Entstehung der Kurzgeschichte und ihre Etablierung in der Weltliteratur beruht zunächst einmal auf mündlicher Überlieferung. Vor allem im alten Griechenland und im Römischen Reich fand eine solche Art der Erzählung, zunächst in Form von Fabeln und Anekdoten, aufmerksame Zuhörer. In diesem Sinne können Homers „Odyssee“ und „Ilias“ als einige der am häufigsten überlieferten Erzählungen, als Mutter der Kurzgeschichte angesehen werden. Da Ereignisse und Traditionen innerhalb eines kurzen Zeitraums vermittelt werden mussten, wurde nur der für die beabsichtigte „Botschaft“ wesentliche Handlungsablauf wiedergegeben, während unnötige Einzelheiten ausgelassen wurden.
Die Kurzgeschichte jedoch, die Leser und Autoren heute kennen, stammt aus Amerika und England und setzte sich erst nach 1945 in Deutschland durch. Einer ihrer bekanntesten Vertreter ist bis heute Heinrich Böll.
Sollte man nun als Autor in die Fußstapfen von einer der bisher genannten Größen treten wollen, gibt es Regeln und ungeschriebene Richtlinien, die es zu beachten gilt:
Wie der Name schon sagt, funktionieren Kurzgeschichten nach dem Prinzip „Weniger ist mehr“, das heißt, sie dürfen nicht mehr als 15.000 Wörter beinhalten. Diese Art des Schreibens erfordert, wie vermutlich keine andere, eiserne Disziplin. Denn übermäßiges Ins-Detail-Gehen erschwert das Leseverständnis und entfernt von der durch den Autor akzentuierten Pointe. Diese besteht häufig in zeitgenössischer Gesellschaftskritik und wird durch ein prägnantes Erlebnis eines oder mehrerer Protagonisten verkörpert.
Deshalb sind Aussehen und vor allem das innere Weltbild und die charakterlichen Stärken und Schwächen der Handelnden, die sich in ihren Emotionen zeigen, für den Leser von besonderer Bedeutung. Diese sollten vordergründig durch bildliche Sprache zum Ausdruck gebracht werden und nicht durch trockene Beschreibung, die der Vorstellungskraft des Adressaten klare Grenzen setzt und das Lesevergnügen reduziert. Vorzugsweise werden zu diesem Zweck sprachliche Hilfsmittel wie Metaphern und Symbole benutzt. Doch auch durch Doppeldeutigkeit von Situationen und Handlungen lässt sich der gewünschte Effekt erzielen.
Beim Erzählen sollte sich zumeist an das Präteritum halten werden, obwohl auch Satzkonstruktionen im Präsens oder Perfekt nicht immer vermeidbar sind. Um für das Thema irrelevanten Ausschweifungen vorzubeugen, sollte es keinen zu häufigen Ortswechsel geben.
Die Wahl der Perspektive und des zeitlich räumlichen Geschehens spielt bei der Wirkung des Vermittelten ebenfalls eine entscheidende Rolle. Der Autor sollte sich zwischen der Ich- Form, der allwissenden Perspektive und der Er/Sie- Erzählweise entscheiden. Die letzte der drei vorhandenen Möglichkeiten ist bei Kurzgeschichten am Häufigsten zu finden. Sie erlaubt dem Autor eine weitgehende Distanzierung von den Handlungen und Denkweisen seiner Protagonisten und unterstützt somit die Vermittlung seiner moralischen Botschaft.
Die Kurzgeschichte sollte zudem kein „offenes Buch“ sein, so, dass der Leser im „Zwischen-den-Zeilen-Lesen“ eine Art von Herausforderung bewältigen kann. Die Handlung sollte nicht vorhersehbar sein. Vielmehr stehen Freiraum für Interpretation und die Aufforderung zum Nachdenken an den Leser im Vordergrund. Deshalb sollte sich der Autor durch seine gesamte Erzählung hindurch jeglicher direkter Wertung oder Beurteilung enthalten. Eigene Ansichten und Anregungen können in der Schlussmoral oder dem offenen Ende zum Ausdruck gebracht werden.
Sofern man als Autor diese Kriterien befolgt, sollte einer gelungenen Kurzgeschichte eigentlich nichts mehr im Wege stehen.
Sie sind auf den Geschmack gekommen? Folgende Kurgeschichten wurden bisher auf Life-Go veröffentlicht:
Die Kurzgeschichten von Life-Go-Redakteurinnen (2005):
Kurzgeschichte: Die Gasse
Kurzgeschichte: Auf Regen folgt Sonnenschein
Kurzgeschichte: Trügerisches Spiel
Kurzgeschichte: Vertrau dich mir an
Kurzgeschichte: Fass mich nicht an!
Die Kurzgeschichten von Life-Go-Gastautorinnen (2006):
Kurzgeschichte: Zwei alte Ganoven
Kurzgeschichte: Feddersen und der Afrikaner
Kurzgeschichte: Späte Hoffnung
Kurzgeschichte: Die Bank
Kurzgeschichte: Verlorenes Leben
Die Kurzgeschichten des Monats von www.kurzgeschichten-planet.de
(Mai bis August 2006):
Kurzgeschichte: Die Fahrradtour
Kurzgeschichte: Der letzte Schnee
Kurzgeschichte: Eine Minute Ruhm
Kurzgeschichte: Tessa01
Kurzgeschichte: Kunst? Kunst!
Kurzgeschichte: Die Rache
Die Kurzgeschichte für Kinder einer Life-Go-Redakteurin (2006):
Kurzgeschichte: Der kleine Teddybär: Wie alles begann... Teil 1
Kurzgeschichte: Der kleine Teddybär: Wie alles begann... Teil 2
Kurzgeschichte: Der kleine Teddybär: Wie alles begann... Teil 3
Kurzgeschichte: Der kleine Teddybär: Wie alles begann... Teil 4
Die zweisprachige Kurzgeschichte einer Life-Go-Redakteurin (2006):
Nouvelle: Rien ne va plus - Part 1
Nouvelle: Rien ne va plus - Part 2
Nouvelle: Rien ne va plus - Part 3
Nouvelle: Rien ne va plus - Part 4
Die 24-teilige Adventskalender-Kurzgeschichte einer Life-Go-Redakteurin (2006):
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 1. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 2. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 3. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 4. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 5. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 6. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 7. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 8. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 9. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 10. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 11. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 12. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 13. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 14. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 15. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 16. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 17. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 18. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 19. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 20. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 21. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 22. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 23. Kapitel
Felix Tollpatsch - Ein total verrückter Katzenkrimi - 24. Kapitel
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