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Spider-Man 3


06.05.2007 (K. Mechler) Kategorie: Kultur

Bild: www.filmstarts.de

Das Warten hat ein Ende. Nach fast drei Jahren ist nun endlich wieder eine neue Episode der erfolgreichen Comic-Verfilmung „Spider-Man“ im Kino angelaufen. Wie schon die ersten beiden Teile, strotzt auch dieser vor atemberaubender Action und unglaublichen Spezialeffekten. Regisseur Sam Raimi schafft es in der 300-Millionen-Dollar-Produktion meisterhaft die komplexen Handlungsstränge zu einem Netz aus Rache, Gewalt, Liebe und Vergebung zu verknüpfen.

Handlung

Peter Parker (Tobey Maguire) geht es richtig gut. Die Verlobung mit seiner großen Liebe Mary Jane (Kirsten Dunst), die seit kurzem eine Rolle am Broadway hat, ist schon geplant. Als Spider-Man ist er ein gefeierter Held und sein alter Freund Harry Osborn (James Franco) hat nach einem schweren Sturz vergessen, dass er seinen größten Feind Spider-Man eigentlich töten wollte.

Doch das Glück wehrt nicht lange. Erst steigt dem Helden der Ruhm zu Kopf, wodurch er zunächst nicht merkt, dass seine Freundin gleich nach ihrem ersten Auftritt entlassen wird. Dann macht ihm ein junger ehrgeiziger Reporter seine Position als Fotograf beim Daily Bugle streitig. Dazu gesellt sich auch noch die Nachricht, dass der wahre Mörder seines Onkels nicht der Dieb aus „Spider-Man 1“ ist. Es gab einen Komplizen: den Kleinkriminellen Flint Marko (Thomas Haden Church). Er hat damals den tödlichen Schuss abgegeben und ist noch auf freiem Fuß. Peter Parker hat nach dem Tod seines Onkels folglich einen unschuldigen Mann umgebacht.

Erfüllt von Rachegedanken wird Spider-Man von einer außerirdischen Lebensform befallen, der seine Kräfte, aber auch seine negativen Eigenschaften verstärkt. Plötzlich ist die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft gar nicht mehr so nett. Mit seinem neuen, rücksichtslosen Auftreten fühlt sich Peter Parker sehr gut. Er bekommt dadurch sogar die lang ersehnte Festanstellung bei seiner Zeitung. Gleichzeitig schafft er sich aber auch neue Feinde und vergrault seine Freunde.

In einem schwarzen Kostüm, nimmt er den Kampf gegen den Mörder seines Onkels auf. Der ist inzwischen zu dem Monster Sandman mutiert und überzieht die Stadt mit seinen Raubzügen. Schon bald taucht auch der grüne Kobold wieder auf und ein weiterer neuer Feind: der Spinnenmann Venom (Topher Grace). Doch bevor Spider-Man seine Gegner besiegen kann, muss er erst mit seiner eigenen dunklen Seite fertig werden.

Besetzung

Das Erfolgstrio Tobey Maguire, Kirsten Dunst und James Franco glänzt auch diesmal wieder durch eine gelungene Darstellung. Die Film-Charaktere sind reifer geworden und die schauspielerische Leistung somit anspruchsvoller. Die Herausforderung haben die drei jedoch großartig gemeistert. James Franco sticht dabei besonders mit seiner Version des innerlich zerrissenen Harry Osborn, hervor.

Topher Grace, der durch die Fernsehserie „Die Wilden Siebziger“ bekannt wurde, überzeugt als skrupelloser Bösewicht. Er verleiht Venom genug Persönlichkeit und Tiefe, um ihn, trotz der viel zu kurzen Auftritte, nicht zur Nebenrolle werden zu lassen. Sein Talent ist wohl auch Regisseur Sam Raimi aufgefallen, der ihn für die perfekte Besetzung für den Part hielt.

Für Thomas Haden Church war es der erste Ausflug in das Action-Genre. Zuvor spielte er hauptsächlich in Komödien, wobei er 2004 mit „Sideways“ seinen bisher größten Erfolg feierte. Die Premiere hat er mit Bravour bestanden. Genau wie seine Kollegen, haucht er seinem Film-Charakter eine echte Persönlichkeit ein. Dass er die Rolle des Sandman annahm, lag hauptsächlich an Tobey Maguire. Church ist ein großer Fan des Spider-Man-Darstellers und war begeistert von der Chance mit ihm zusammenzuarbeiten.

Fazit

Für Kenner der alten Marvel-Comics, wird der Film wohl eher verwirrend sein, da die ursprüngliche Handlung stark abgeändert wurde. So wird Gwen Stacy, die erste Freundin von Peter Parker, hier zu Mary Janes Rivalin um Spider-Mans Herz. Auch der Auftritt von Venom, der in der Comic-Vorlage eine wesentlich bedeutendere Rolle spielt, fällt etwas kurz aus.

Unabhängig von der Vorlage betrachtet, steht „Spider-Man 3“ seinen Vorgängern in nichts nach. Geballte Action und rasante Stunts bestimmen den Blockbuster. Die Schlachten zwischen den Hochhausschluchten sind noch rasanter und die aufwendige Animation des Sandman setzt ganz neue Maßstäbe.

Bedenken, dass die Handlung darunter leiden könnte, sind nicht zu bestätigen. Im Gegenteil: Sie erhält durch die vielen Einzelschicksale und deren gekonnte Verknüpfung eine ungeahnte Tiefe. Der Zuschauer erhält Einblick in Persönlichkeit und Beweggründe aller Charaktere, ohne dass es gleich melodramatisch wird.

Der Kinobesuch ist jedem Fan des Comic-Helden zu empfehlen und wer das bisher nicht ist, wird es danach sicherlich sein.

Hat Ihnen diese Rezension gefallen? Oder haben Sie eine ganz andere Einstellung zu dem Film? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Life-Go-Forum mit.

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Bilder: www.filmstarts.de(Zum Betrachten der Bilder auf das jeweilige Bild klicken!)



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