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„Du hast mehr verdient!“ - 1. Mai 2007


13.05.2007 (S. Ranjah) Kategorie: Panorama

Bild: region-mark-brandenburg.dgb.de

Es war von Anfang an ein Tag für Generalstreiks und Massendemonstrationen. Später kamen Volksfeste hinzu. Am 1. Mai wurde Verschiedenes unternommen um auf die schlechte soziale Lage der Arbeiter aufmerksam zu machen.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Kundgebungen lag auf den Arbeits- und Sozialbedingungen der Arbeitnehmer, sowie auf sozialer Gerechtigkeit. Im Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) wird beispielsweise für Rücksicht auf Familien, für sichere Arbeitsplätze und gegen Lohndumping plädiert. „Du hast mehr verdient! Mehr Respekt, Soziale Gerechtigkeit, Gute Arbeit“, hieß es deshalb auf den Plakaten des DGB.

Dessen Vorsitzender Michael Sommer machte auf der zentralen Mai-Kundgebung in Gelsenkirchen Folgendes klar: „Vom Aufschwung müssen alle profitieren – nicht nur Reiche und Spitzenverdiener.“ Gemeinsam mit der SPD fordern die Gewerkschaften den gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro die Stunde. „Unverantwortlich“ sei es, „Mindestlöhne schaffen keine Arbeitsplätze, sondern zerstören Arbeitsplätze“, kritisierte dagegen CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla.

Wie jedes Jahr demonstrierten auch Neonazis am Maifeiertag − gegen die Arbeit der Ausländer. Wie die Zeitung „Junge Welt“ berichtete, sehen die rechtsextremen Organisationen, laut Angaben der Bundesregierung, den 1. Mai als „Tag der deutschen Arbeit“. Vor den traditionellen Maifeiern war deshalb DGB-Chef Michael Sommer zu einer antifaschistischen Kundgebung nach Dortmund gefahren. Dort forderte er vor rund 2.000 Leuten: „Die NPD muss verboten werden.“

Im Jahr 1889 rief der Franzose Raymond Felix Lavignes jeden Arbeiter dazu auf für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Einführung des Achtstunden-Tages sollte „gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tag“ gefordert werden, so hieß es in seiner Resolution. Er wählte den ersten Mai nach dem Vorbild der USA, denn der amerikanische Arbeiterbund hatte bereits einen Tag für deren Kundgebung der gleichen Ziele festgelegt.

Zunächst war die Forderung die Arbeitszeit zu verkürzen wichtiger, als der Termin für einen internationalen „Tag der Arbeit“. Erst nach dem ersten Weltkrieg wurde der 1. Mai in fast allen Ländern zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt.



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