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Am 25. April 2007 wurde der Internationale Malariatag begangen. Aus gegebenem Anlass machten verschiedene Hilfsorganisationen in der ganzen Welt auf ihre Arbeit im Kampf gegen die Infektionskrankheit aufmerksam.
Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, erkranken weltweit jedes Jahr 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria. Bei 1,5 bis 2,7 Millionen Menschen endet die Krankheit tödlich. Rund die Hälfte der Todesfälle betrifft Kinder unter fünf Jahren. Etwa 90 Prozent der Erkrankungen kommen in afrikanischen Ländern vor. Laut UNICEF stirbt in Afrika alle 30 Sekunden ein Kind an den Folgen einer Malaria.
Die Krankheit tritt vor allem in tropischen und subtropischen Gegenden Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens auf. Ganze 40 Prozent der Weltbevölkerung leben in Malariagebieten. Die Übertragung erfolgt durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, die besonders ab Einbruch der Dämmerung aktiv wird. Die ersten Symptome zeigen sich nach etwa einer Woche. Da sie oft den Anzeichen einer Grippe oder einer Durchfallerkrankung ähneln, wird eine Malaria meist nicht in Betracht gezogen. Wird sie zu spät oder gar nicht behandelt, kann die Krankheit zum Tod führen.
Einen Impfstoff gegen Malaria gibt es momentan noch nicht. Obwohl die Forschung auf dem Gebiet bisher zwar einige kleinere Erfolge erzielt hat, lässt der große Durchbruch auf sich warten. Den wirksamsten Schutz vor der Tropenkrankheit bietet immer noch die Vorbeugung von Insektenstichen. Als einfaches, aber wirksames Mittel gegen die Blutsauger haben sich Moskitonetze bewährt. Auch Insektenabwehrstoffe (so genannte Repellents) und Insektenbekämpfungsmittel werden eingesetzt.
In Afrika können sich jedoch nur wenige Menschen einen ausreichenden Schutz vor der Krankheit leisten. Viele Hilfsorganisationen sind ständig bemüht, dem Problem Abhilfe zu schaffen. Der Malteser Hilfsdienst hat zum Beispiel 10.000 Moskitonetze an Menschen in der Demokratischen Republik Kongo verteilt. Unterstützung erhielten die Malteser dabei von DHL, der Tochtergesellschaft der Deutschen Post, die den kostenlosen Transport ermöglichte. Die mit Insektiziden imprägnierten Netze könnten die Krankheitsfälle bis zu 50 Prozent reduzieren, so Dr. Peter Schmitz, leitender Arzt bei Malteser International.
Beim Einsatz von Medikamenten gegen Malaria in Afrika zeigt sich, dass die Erreger gegen das bisher benutzte Chloroquin resistent geworden sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zusammen mit der UNICEF, dem „United Nations Development Programme“ und der Weltbank für das Programm „Roll Back Malaria“ verantwortlich. Sie schlägt den Einsatz von Kombinationspräparaten mit dem Wirkstoff Artemisinin vor. Ihr Vorteil liege in der hohen Wirksamkeit und den geringen Nebenwirkungen. Nachteile seien allerdings der hohe Preis der Medikamente und häufige Versorgungsengpässe.
Pünktlich zum 25. April 2007 wurde die Initiative „Europäische Allianz gegen Malaria“ gestartet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tropenkrankheit auf der ganzen Welt zu bekämpfen. Zu dem Zusammenschluss mehrerer Hilfsorganisationen aus fünf europäischen Ländern gehören unter anderem auch das „Deutsche Rote Kreuz“ und die „Deutsche Stiftung Weltbevölkerung“. Ziel der Initiative ist es, ein Bewusstsein für die Problematik Malaria zu schaffen und die Koordination und Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen zu verbessern.
Dass die Infektionskrankheit bald nicht mehr nur ein Problem der subtropischen und tropischen Gebiete der Erde sein könnte, zeigt die folgende Meldung zum Internationalen Malariatag. In einer Pressemitteilung erklärte der Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der FDP Bundestagsfraktion und Tropenmediziner Karl Addicks: „Malaria war früher auch in Europa, sogar in Deutschland zuhause. Aufgrund der globalen Erwärmung könnte sie auch wieder nach Europa zurückkommen.“
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