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Zum Leben und Tod des Jesus von Nazareth gibt es verschiedene Ansichten. Nach den Ereignissen, die auf seine Kreuzigung folgten, endet in der Bibel die Geschichte des jüdischen Messias. Er sei demnach für die Menschheit gestorben, „von den Toten auferstanden“ und in den Himmel gefahren. Das zumindest glauben viele Christen.
Forscher wie Joseph Pierre Ferrier, George Moore und Omar Michael Burke haben dagegen entdeckt, dass Jesus’ Leben noch lange nicht mit der Kreuzigung beendet war. Der jüdische König, so wie ihn die Bibel auch nennt, sei gar nicht am Kreuz gestorben und in den Himmel gefahren. Der junge Mann von ungefähr 30 Jahren sei bewusstlos vom Kreuz abgehängt und gesund gepflegt worden. Sein Leben ging noch lange Zeit auf der Erde weiter. Gestorben sei Jesus später eines natürlichen Todes in Indien.
Mission: Evangelium überbringen
Bereits im Jahr 1899 beschrieb der Gründer der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde in seinem Buch „Jesus in Indien“ wie der jüdische Messias sein Leben auf dem indischen Subkontinent verbrachte. Hazrat Mirza Ghulam Ahmad habe durch eine Prophezeiung und einer darauffolgenden Nachforschung das Grab von Jesus entdeckt. In Srinagar, der Hauptstadt von Kaschmir, in der Kanyarstreet soll er begraben liegen. Was Jesus nach Indien bis zum Kaschmir führte, sei ganz simpel gewesen.
Jesus wurde vom Kreuz, dem Anschein nach tot, abgehängt und gesund gepflegt. Später solle er sich seinen Jüngern nur im Geheimen und nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt haben. Danach sei er ausgewandert, zu den „verlorenen Schafen Israels“. Wer die „verlorenen Schafe“ waren, wollen der französische Forschungsreisende Joseph Pierre Ferrier und auch der Engländer George Moore herausgefunden haben. Es seien die Menschen in der Umgebung von Afghanistan, die von den Juden der Zeit Jesus’ abstammten. So erinnern ihr Körperbau und ihre Gesichtszüge an das Aussehen der Menschen, die früher in dem heutigen Nahost-Gebiet lebten. Viele Kaschmiris und Afghanen tragen bis heute noch jüdische Namen und pflegen jüdische Bräuche.
Afghanen „Gefolge des Isa“?
Der Auftrag Jesus’ war es laut Bibel den Juden das Evangelium zu bringen. Viele jüdische Stämme waren jedoch während der Herrschaft des babylonischen Herrschers Nebukadnezar im Jahre 586 in die heutigen Gebiete von Afghanistan, Pakistan und Indien verstreut. Um sie zu erreichen, habe Jesus den weiten Weg auf sich genommen.
Omar Michael Burke, der Erforscher des Sufismus, einer mystischen Richtung im Islam, berichtet in seinem Buch „Unter den Derwischen“, dass sich einige Menschen in Afghanistan „Gefolge des Isa (arabisch für Jesus), Sohn der Maryam (arabisch für Maria)“ nennen. Zunächst glaubte er, sie seien von europäischen Missionaren konvertiert worden. „Doch nach ihren eigenen Berichten und was ich selbst beobachten konnte, scheinen sie einer weitaus älteren Quelle zu entstammen“, schreibt er. Nach ihren Darstellungen haben Freunde Jesus nach der Kreuzigung geholfen nach Indien zu fliehen. Die Botschaften, die sie von ihm erhalten haben, nennen sie das Neue Testament. Ihn selbst bezeichnen sie als Yus Asaf, oder Jesus, der Versammler.
War Jesus also „nur“ ein Mensch, der bis zum Himalaya auswanderte, um seinen göttlichen Auftrag zu erfüllen? Diskutieren Sie mit, im Life-Go-Forum.
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