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Höhere Kfz-Steuer für Benzinfresser gefordert


07.06.2007 (I. Kutta) Kategorie: Politik

Bild: www.medienblog.ch

Im Zuge der Klimaschutzverhandlungen verlangt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine wesentlich stärkere Kfz-Steuer für Benzin vernichtende Autos. Besitzer von Spritfressern wie Geländewagen und schweren Straßenkreuzern sollen so finanziell bestraft werden.

Nur so könne über die Kfz-Steuer ein effektiver Anteil am Klimaschutz erbracht werden, denn nicht nur in der Kategorie der Kleinwagen gäbe es Benzin sparende Modelle zu finden. Gemeinsam mit Umweltverbänden gab der VCD Anfang März 2007 bekannt: „Wer sich heute noch für einen Spritfresser entscheidet, soll wissen, dass er künftig nicht nur an der Tankstelle sondern auch bei der jährlichen Steuer kräftig draufzahlen wird.“

Nach dem neuen Konzept würde etwa der Besitzer eines Toyota Prius’ mit Hybridmotor pro Jahr nur 41 Euro Kfz-Steuer zahlen. Der Fahrer eines VW Touaregs dagegen müsste 2698 Euro im Jahr berappen. Damit würde sich seine Kfz-Steuer um 1926 Euro pro Jahr erhöhen. Für alte Autos soll es angemessene Höchstgrenzen geben. „Alt“ wurde unterdessen noch nicht definiert.

Das neue Kfz-Steuerkonzept stieß auf verschiedene Reaktionen von Seiten der Politik. Die FDP halte nichts von einer derartigen Regelung als Maßnahme zur Umweltpolitik. Sie bestehe stattdessen auf einer Übertragung der Kfz-Steuer auf die Mineralölsteuer, wie der Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Dr. Volker Wissing bekannt gab. Winfried Hermann von den Grünen dagegen befürwortete die Forderung des VCD. Statements der großen Koalition gibt es bislang keine.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD, rügte die Entwicklung auf dem Automarkt. Dass Autohersteller verstärkt Pkws mit hohem Benzinverbrauch auf den Markt gebracht, obwohl sie bereits Drei-Liter-Autos entwickelt hätten, sei unangebracht.



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