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In den letzten Jahren hat die Kommunikation über das Internet immer mehr zugenommen. Hierfür werden neben dem Verschicken von E-Mails häufig Instant Messenger verwendet. Es handelt sich dabei um Programme, die sofort Nachrichten an den Chatpartner senden. Der erste Teil beschäftigt sich mit den vier weitverbreitetsten Instant Messengern „ICQ“, „AIM“, „MSN“ und dem „Yahoo! Messenger“. Der zweite Teil beleuchtet die Messenger „Skype“, „Jabber“, „Google Talk“ und „MeeboMe“ mit speziellen Funktionen wie zum Beispiel dem Telefonieren via Internet. In einem abschließenden dritten Teil finden Sie eine Auswertung aller vorgestellten Messenger.
ICQ
Den Instant Messenger ICQ gibt es bereits seit 1996. Im Jahr 1998 wurde er von AOL übernommen. Der Unterschied zu anderen Programmen besteht in der „ICQ-Nummer“, die jedem Benutzer zugeteilt wird und über die er identifiziert werden kann.
Vorteile: Der User kann sehen, wenn er zu einer ICQ-Liste hinzugefügt wird. Außerdem hat er die Möglichkeit zu entscheiden, ob er eine Person authentifiziert, das heißt ihr den Zugriff auf sein Profil und die Kommunikation erlaubt. Somit können unbefugte Leute nicht sehen ob der User on- oder offline ist und dadurch seine Internetnutzung nicht mitverfolgen. ICQ ist mit AIM kompatibel, das heißt es können Freunde, die bei AIM angemeldet sind, problemlos in die eigene ICQ-Liste eingefügt und mit ihnen kommuniziert werden. Das Senden von Offline-Messages ist ein weiterer Vorteil des Programms. Dabei handelt es sich um Nachrichten, die gesendet werden, obwohl der Kontakt offline ist. Der Empfänger erhält die Nachricht, sobald er sich anmeldet.
Nachteile: Ein großes Problem bei Messengern stellt die Sicherheit dar. ICQ ist zum einen anfällig für Viren und Würmer, zum anderen ist die Verbindung nicht verschlüsselt und darum anfällig für Gesprächsmitschnitte. Die Oberfläche von ICQ ist zwar benutzerfreundlich, aber einen Nachteil bieten die ICQ-Nummern. Zurzeit sind sie neunstellig, können sich aber mit ansteigenden Registrierungen erhöhen. Der Nutzer kann die Nummer nicht selbst wählen und darum bereitet es Schwierigkeiten sie sich zu merken. Ein Makel von ICQ ist, dass das Programm nicht mit Linux kompatibel ist und nur durch alternative Messenger auf dem Betriebssystem genutzt werden kann.
AIM (AOL Instant Messenger)
Der AOL Instant Messenger ist ebenfalls ein Chatprogramm. Charakteristisch ist die „Buddyliste“, die die Freunde in Form von „Buddys“ enthält.
Vorteile: Die Benutzerfreundlichkeit des Programms ist ein wichtiger Vorteil. Installation und Handhabung bereiten selbst für Laien keine Schwierigkeiten. Positiv im Gegensatz zu ICQ ist, dass sich der Nutzer keine Nummern merken muss, sondern einen Wunschnicknamen wählen kann. AIM ist außerdem mit ICQ kompatibel.
Nachteile: Bei AIM ergibt sich das gleiche Problem mit der Sicherheit wie bei ICQ, da beide den AOL-Server nutzen. Allerdings hat der Nutzer hier nicht die Möglichkeit zu verhindern, dass er von anderen Usern ohne sein Wissen zu der „Buddyliste“ hinzugefügt wird. Der Messenger wird außerdem nicht von dem Betriebssystem Linux unterstützt.
MSN / Windows Live Messenger
Der Windows Live Messenger von Microsoft ist der Nachfolger des MSN-Messenger, der schon bei der Installation von Windows-XP vorhanden ist.
Vorteile: Von der Bedienung ähnelt MSN den schon vorgestellten Programmen. Es ist außerdem mit neueren Versionen des Yahoo! Messengers kompatibel. MSN / Windows Live Messenger ermöglicht neben dem Senden von Textnachrichten auch einen Chat per Webcam. Das Gegenüber kann also während des Gesprächs gesehen und gehört werden.
Nachteile: Es tauchen immer wieder Meldungen über Sicherheitslücken bei MSN auf. So wurde ein paar Tage nach dem Erscheinen einer neueren Version des Messengers auf einen Mangel hingewiesen. MSN ist nicht mit Linux kompatibel, sondern kann, wie es auch bei ICQ der Fall ist, nur mit Alternativprogrammen verwendet werden.
Yahoo! Messenger (Y!M)
Ein weiterer Messenger, der vorgestellt werden soll, ist der Yahoo! Messenger.
Vorteile: Die Benutzerfreundlichkeit des Messengers wird von Verwendern mit 8 von 10 Punkten als gut bewertet (www.zdnet.de). Von Vorteil ist auch, dass Y!M in einer neuen Version mit MSN kompatibel ist. Der Messenger kann ebenfalls mit dem Betriebssystem Linux genutzt werden.
Nachteile: Für die Sicherheit des Yahoo! Messengers gilt das gleiche wie bei den schon vorgestellten Programmen. Es tauchen immer wieder Sicherheitslücken auf, die erst im Nachhinein vom Anbieter erkannt werden.
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