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Emanzipationslücke: Männer verdienen immer noch mehr Geld als Frauen
15.06.2007 (A. Pipos)
Kategorie: Wirtschaft
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Obwohl sich unsere heutige Gesellschaft als „emanzipiert“ bezeichnet und Gesetze sowie Reformen als Aushängeschild dafür herhalten müssen, stimmt es anscheinend doch nicht, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Zumindest nicht was das Einkommen betrifft.
So kam bei einer Online-Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung auf der Internetseite www.frauenlohnspiegel.de heraus, dass der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen ungefähr um 22 % unter dem der Männer liegt. Dabei hängt die Differenz von Berufsbranche und Tätigkeit ab, der Mann oder Frau nachgeht.
So verdient ein Verkäufer mit einem durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen von 2.051 Euro „nur“ 395 Euro mehr als seine weibliche Kollegin. Dagegen beträgt die Differenz im Bereich der Diplom-Betriebswirte zur Wirtin 880 Euro, in anderen Branchen sogar fast 1.000 Euro. Es ist erschreckend, dass sich anscheinend nicht viel verändert hat, obwohl Unternehmen immer wieder behaupten, dass sie gegen die Benachteiligung ankämpfen würden.
Die Ursachen für die Lohndiskriminierung sind verschiedene: Zum einen wird die Strategie der Arbeitgeber immer noch viel zu stark von der Politik toleriert. Zum anderen hängt es mit den Berufsunterbrechungen der weiblichen Angestellten und den vergleichsweise wenigen Führungspositionen, die von Frauen besetzt werden, zusammen.
Britische Wirtschaftswissenschaftler der „London School of Economics“ fanden jedoch im Sommer 2006 heraus, dass sich die geschlechterspezifischen Unterschiede im Einkommen im Laufe der Zeit verringert hätten. Für eine vollkommene Übereinstimmung würde es aber ihrer Studie nach noch weitere 150 Jahre brauchen.
Zurzeit sehen die Unterschiede laut Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung so aus:
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