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Instant Messenger im Test: Skype, Jabber, Google Talk und MeeboMe (Teil 2)


20.06.2007 (C. Wiechert) Kategorie: Computer

Bild: ouriel.typepad.com

Im ersten Teil wurden die Instant Messenger „ICQ“, „AIM“, „MSN“ und der „Yahoo! Messenger“ mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Der hier folgende zweite Teil nimmt vier weitere Chatprogramme ins Visier: „Skype“, „Jabber“, „Google Talk“ und „MeeboMe“, die zusätzliche Funktionen wie unter anderem das Telefonieren über das Internet aufweisen. Eine Auswertung im dritten Teil rundet die Serie über die Instant Messenger ab.

Skype

„Skype“ ist ein Messenger, der vielen, zumindest vom Namen her, bekannt sein dürfte. Seine Hauptaufgabe ist das Telefonieren über das Internet, auch VoIP (Voice over IP) genannt.

Vorteile: Die Sicherheit von Skype ist grundsätzlich gewährleistet, da die Daten über eine Verschlüsselung versendet werden. Die Bedienung ist einfach und auch für Laien leicht nachvollziehbar. Als größter Vorteil des Messenger gilt das kostenlose Telefonieren von Computer zu Computer ohne Zeitbegrenzung. Hinzu kommt, dass die Möglichkeit besteht mit „Skype“ vom Computer ins Festnetz zu telefonieren.

Nachteile: Um „Skype“ vernünftig nutzen zu können, das heißt ohne das ständige Hängen der Verbindung, ist ein Breitbandanschluss notwendig. Außerdem bezieht sich das kostenlose Telefonieren nur auf Anrufe, die zu einem anderen Skype-Nutzer erfolgen. Festnetzanrufe sind davon also ausgenommen. Als weiterer Kritikpunkt kommt hinzu, dass „Skype“ mit vielen anderen Messengern nicht kompatibel ist, ebenso wenig wie mit Linux.

Jabber

„Jabber“ ist am einfachsten zu verstehen, wenn es mit E-Mail-Programmen verglichen wird. Der Nutzer kann sich einen Anbieter aussuchen, bei dem er sich registrieren möchte und von dort aus Nachrichten an Freunde bei anderen Anbietern senden. So funktioniert auch „Jabber“. Der User hat dabei die Wahl zwischen verschiedenen Clienten und Servern. Ein Client ist beispielsweise die Benutzeroberfläche von ICQ, also das eigentliche Programm mit dem gechattet wird. Die Nachrichtenübermittlung erfolgt dann so: Client A => Server A => Server B => Client B.

Vorteile: Positiv zu vermerken ist, dass das Programm mit anderen Messengern kompatibel ist. „Jabber“ kann außerdem unabhängig vom Betriebssystem, also auch auf Linux, genutzt werden, da unterschiedliche Clienten angeboten werden.

Nachteile: Ein mögliches Problem bei „Jabber“ ist die Sicherheit. Durch das Senden der Nachrichten über mehrere Stationen ist das Risiko von Sicherheitslücken größer. Jede Verbindung ist anfällig für Abhörungen und Mitschnitte. Allerdings kann der User die Gefahr durch eine Verschlüsselung verringern. Hierbei schickt der Ausgangsclient eine Nachricht, die verschlüsselt und erst beim Zielclienten wieder entschlüsselt wird. Die größtmögliche Sicherheit erhält der Nutzer, wenn er zusätzlich eine Verschlüsselung zwischen dem Clienten und dem Server verwendet. Als Kritikpunkt kann auch angemerkt werden, dass es für einen Laien schwierig ist aus den vielen Servern einen geeigneten auszuwählen.

Google Talk

„Google Talk“ ist die Erweiterung von „Jabber“ um die VoIP-Funktion.

Vorteile: Die Benutzeroberfläche ist ähnlich wie bei anderen Messengern und darum unproblematisch zu bedienen. „Google Talk“ baut auf „Jabber“ auf. Das bedeutet, dass dasselbe Protokoll, also die gleiche inhaltliche Ausgangsbasis, zu Grunde liegt. Dadurch ist „Google Talk“ mit anderen Jabber-Clienten kompatibel.

Nachteile: Die Sicherheit von „Google Talk“ ist, wie bei anderen Diensten von „Google“, nicht gewährleistet. Der Messenger kann außerdem nur auf dem Betriebssystem Windows genutzt werden. Die VoIP-Funktion von „Google Talk“ wird noch nicht von jedem Jabber-Clienten unterstützt.

MeeboMe

„MeeboMe“ verbindet ICQ, AIM, MSN und andere Messenger miteinander. Das Außergewöhnliche ist, dass keine Software installiert werden muss. Das Chatleben findet über den Browser auf einer Webseite statt. Unter www.meebome.com kann sich der Nutzer registrieren und dann bei www.meebo.com einloggen.

Vorteile: Die Bedienung ist einfach und selbst für Laien schnell zu verstehen. Es werden auf der Taskleiste nicht die einzelnen Fenster der Chatprogramme angezeigt, die viel Platz wegnehmen, sondern alles wird in einem Browserfenster geöffnet. Ein weiterer Vorteil ist, dass „MeeboMe“ unabhängig vom Betriebssystem genutzt werden kann, da es über den Browser läuft. „MeeboMe“ kann von jedem Rechner aus gestartet werden, da keine Software benötigt wird.

Nachteile: Die Sicherheit ist immer von dem Browser, der genutzt wird, abhängig. Darum können sich Sicherheitslücken auch auf das Programm auswirken. Der Nutzer muss bereits bei einem der Instant Messenger registriert sein, um sich einloggen zu können. Es ist zwar möglich sich auf „Meebo“ mit einem seiner Accounts (zum Beispiel ICQ) anzumelden, aber um gleichzeitig auch noch mit AIM online zu gehen, ist eine Registrierung bei „MeeboMe“ notwendig. Ein weiterer Nachteil ist, dass wenn der Browser abstürzt auch gleichzeitig das Chatprogramm weg ist.



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