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Das Phänomen des Frauenduos im Zusammenhang mit öffentlichen Toiletten - oder der Versuch einer Antwort auf die Frage, was Frauen immer solange auf der Damentoilette machen und dies grundsätzlich zu zweit.
Es gibt nicht viel, was Männern an Frauen so viele Rätsel aufgibt, bloß eines entfacht bei ihnen regelmäßig brennende Neugier: Warum Frauen immer zu zweit zur Toilette gehen müssen. Haben sie Angst, auf dem Weg dorthin verloren zu gehen? Können sie die WC-Spülung nicht alleine betätigen? Oder liegt ihnen das „Zu-zweit-aufs-Klo-gehen“ in den Genen?
Eines ist zumindest sicher: Es gibt (fast) keine Frau, die nicht mit ihrer Freundin, Bekannten oder dem in ihrer Reichweite nächsten weiblichen Wesen auf die Damentoilette verschwindet. Der erste und vor allem wichtigste Aspekt ist, dass sich Frauen beim Gang zur Toilette in Begleitung einfach wohler und sicherer fühlen.
Für andere Frauen ist es aber nicht einfach nur das „Örtchen“, sondern ein Treffpunkt, wo man sich ungestört und unbeschattet von allen männlichen Wesen übers Schminken, die neusten Modetrends, die nervige „Möchtegern-Freundin“ oder den langweiligen Begleiter, der einen die ganze Zeit (erfolglos) anmacht, tratschen kann. Dabei kann schon mal eine heftige Diskussion im Toilettenvorraum entstehen, denn gerne mischen sich auch andere Besucherinnen in das Gespräch ein. Dann wird oft geschimpft und gelästert, was das Zeug hält, nicht selten z. B. auch über den eigenen Freund, denn meistens findet man in diesen Diskussionen andere Verbündete. „Ach, deiner interessiert sich auch nur für Autos?! Kenn ich...“ Dieses „Verbundenheitssyndrom“ ist auch die grundlegende Ursache, die dazu führt, dass Frauen nach ihrem Toilettengang meist viel frischer und erholter wirken als vorher.
Wenn sie ins Lokal zurückkehren, sehen die Frauen „aufgeräumt“ aus, was auf die klärenden Gespräche mit ihrer Begleiterin und zufällig anwesender Geschlechtsgenossinnen zurückzuführen ist. Wirken zudem die Haut straffer und die Augen wieder glänzender, liegt es meist daran, dass Frau (eben weil sie schon mal im Toilettenvorraum mit Spiegel ist) noch „schnell“ ihren Lidstrich nachzieht, ihr Gesicht nachpudert und mit ihrer „Spiegelnachbarin“ über Make-Up-Produkte fachsimpelt (was mit mindestens einem Zeitaufwand von 5 Minuten berechnet werden darf). Somit kommt es nicht selten vor, dass wir Frauen erst nach 10 Minuten wieder auf der Bildfläche erscheinen, während Mann ungeduldig wartet und sich fragt, was Frau denn schon wieder solange macht.
Doch wieso gehen Männer nie zu zweit?! Würden sie es versuchen, wäre der Missmut unter den Geschlechtsgenossen und allen anderen gewiss, mehr noch, vermutlich würden sie für homosexuell gehalten werden.
Der größte Unterschied bei den Geschlechtern liegt wohl darin, dass Frauen sich in Kabinen und außer Sicht ihrer Freundin oder Begleiterin befinden - im Gegensatz zu den Gegebenheiten bei den Männern.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Artikel den männlichen Wesen etwas Licht in die mit Geheimnissen umwobene Welt hinter der „D-Tür“ gebracht hat.
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