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„Brustkrebs? Ich? Nein, unmöglich!“, sagen die Männer, „Traurig, aber wahr“, sagen die Ärzte.
Rund 400 Männer in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs - auch Mammakarzinom genannt - Tendenz steigend. Im Vergleich dazu sind immer noch weit mehr Frauen betroffen: 43.000 pro Jahr. Problematisch ist, dass Brustkrebs bei Männern im Schnitt erst 8-10 Jahre später entdeckt wird (zwischen dem 61. und dem 65. Lebensjahr) und sich dann meist bereits in fortgeschrittenem Stadium befindet, was die Behandlung deutlich erschwert.
Wie Brustkrebs entsteht
Beim Menschen teilen sich die Zellen nur dann, wenn sie von benachbarten Zellen dazu angeregt werden. Findet eine Zellteilung im menschlichen Körper statt, so wird die gesamte Erbinformation an die beiden Tochterzellen weiter gegeben. Diese wird jedoch ständig von Strahlungen und Chemikalien von außen beeinflusst. Der dadurch entstehende Schaden wird dann durch einen Reparaturmechanismus behoben, der aus einer großen Anzahl von Eiweißen besteht. Passiert dies nicht, bekommen die Tochterzellen fehlerhafte Erbinformationen. Nun vermehren sie sich unkontrolliert. Das daraus entstehende Geschwulst wird Tumor genannt.
Es gibt zwei Tumorarten: Zum einen den gutartigen Tumor, der die menschlichen Zellen nicht beschädigt und problemlos entfernt werden kann, und zum anderen den bösartigen Tumor, der die Zellen und das benachbarte Gewebe befällt und über die Lymphknoten auch in die Organe des Menschen eindringen kann.
Brustkrebs frühzeitig erkennen
„Diagnose: Brustkrebs im dritten Stadium. Chancen auf Heilung sind sehr gering. Sie haben ohne Behandlung nur noch 2 Monate zu leben. Sollen wir es mit einer Chemotherapie versuchen, oder möchten Sie die Ihnen verbleibende Zeit lieber in Ruhe mit Familie und Freunden verbringen?“ Wer will sich so etwas schon fragen müssen?
Um der Krankheit vorbeugen zu können, sollte man Symptome frühzeitig erkennen. Dazu ist etwa bis zum 30. Lebensjahr eine regelmäßige Selbstuntersuchung durch Abtasten ausreichend. Ab dem 30. Lebensjahr sollte man diese von einem Arzt durchführen lassen. Das am deutlichsten erkennbare Symptom bei Brustkrebserkrankten ist die Bildung von Lymphknoten an der Brust (oft nahe der Brustwarze), die auch schmerzhaft sein können. Diese sind beim Mann wegen der kleinen, harten Brust weniger auffallend als bei Frauen.
Zudem deuten ein Geschwür oder eine Einziehung der Brustwarze, sowie Blutung und das Austreten von Flüssigkeit auf diese Krankheit hin. Ist auch nur eines dieser Symptome vorhanden, sollte man möglichst schnell einen Arzt aufsuchen!
Bei Frauen wird um Mammakarzinom endgültig feststellen zu können zunächst eine Mammographie durchgeführt. Dies ist gleichbedeutend mit einer Röntgenaufnahme. Durch diese Untersuchungsmethode konnte die Sterberate der brustkrebserkrankten Frauen über 50 um 20% bis 30% gesenkt werden. Bei Männern ist diese Untersuchung nur schwer durchführbar. Danach folgt die Sonographie, was so viel heißt wie Ultraschalluntersuchung.
Diese Maßnahmen werden ergriffen, wenn:
- es bereits Fälle von Brustkrebserkrankten in der Familie gab
- man einen vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle entdeckt
- man bei einer Vorsorgeuntersuchung eine Verhärtung der Brust feststellt
Ursachen für Brustkrebs können außerdem zu häufiger Alkoholgenuss und der Verzehr von Tieren, die mit Östrogenen (weibliche Hormone) behandelt wurden, sein.
Brustkrebs bekämpfen
Wurde Brustkrebs diagnostiziert, so gibt es drei Behandlungsmöglichkeiten:
1. Die chirurgische Behandlung
2. Die medikamentöse Behandlung
3. Die Strahlentherapie
Diese können bei Männern wie auch bei Frauen durchgeführt werden.
Bei einer chirurgischen Behandlung wird der Tumor operativ entfernt. Falls dieser jedoch zu groß ist, wird er im Vorfeld durch eine Chemotherapie verkleinert. Wenn der Krebs aber erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, die Brustmuskulatur befällt und / oder sich bereits in inneren Organen oder anderen Körperregionen ausbreitet (auch Metastasen genannt), kommt die operative Entfernung nicht mehr in Betracht. Ist eine Operation durchgeführt worden, wird danach grundsätzlich Bestrahlung angewandt und Medikamente zur Abwendung von Folgeschäden eingesetzt. Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten und die Lymphknoten der Schlüsselbeinregion betroffen, verwendet man die Strahlentherapie.
Also, liebe Männer: Weg mit dem Stolz und ab zum Arzt! Besser zu früh, als zu spät.
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