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Das Fusion-Festival 2007


29.07.2007 (M. Mühlbauer) Kategorie: Kultur

Bild: www.fusion-festival.de

Auch dieses Jahr war das Fusion-Festival vom 28. Juni bis zum 1. Juli 2007 auf dem Flughafen Lärz nördlich von Berlin eines der abwechslungsreichsten Festivals, das die alternative Szene zu bieten hat. Die musikalische Bandbreite, die auf der viertägigen Feier die Massen begeisterte, reichte von Pop über Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik. Unter anderem waren Bands wie „17 Hippies“, „Kleingeldprinzessin“ und „Le Peuple de l’Herbe“ auf der Bühne, um ihr Programm zum Besten zu geben. Durch spektakuläre Projektionen unterstrichen unter anderem Videokünstler wie „Bildstörung“ und „Lichtpiraten“ die Auftritte auf ihre individuelle Art.

Um das künstlerische Gesamtkonzept abzurunden wurden außerdem Theater-, Performance- und Kinoaufführungen angeboten. So konnten auch die audiovisuellen Bedürfnisse des Publikums umfassend befriedigt werden. Auf der grünen Wiese um die früheren Militärhangars sorgten Künstler aller Facetten mit Installationen und interaktiven Programmen für die Unterhaltung der Festivalgänger.

Das Wetter hat auch mitgespielt und auf den anfänglichen Nieselregen folgten einige sonnige Tage. Durch das zusammenhängende Festivalgelände konnte das Publikum sich ohne großes Anstehen frei bewegen und direkt vom Campingplatz aus ins Geschehen eintauchen. Das riesige Areal wurde in diesem Jahr von rund 35.000 Feiernden bevölkert, was die Erwartungen der Organisatoren bei weitem übertraf.

Das Verköstigungsangebot auf dem Festival beschränkte sich auf vegetarische Kost und es wurde als Bestandteil des alternativen Konzepts auch fast kein Alkohol ausgeschenkt. Dafür war es möglich die eigenen mitgebrachten Köstlichkeiten auf dem ganzen Gelände zu verzehren.

Anders als bei den meisten anderen Festivals im deutschsprachigen Raum war die Polizeipräsenz, wenn vorhanden, zumindest nicht auf den ersten Blick wahrzunehmen. Trotzdem konnte ein zwischenfallsloser Ablauf der Veranstaltung gewährleistet werden.

Seit zehn Jahren wird nun jährlich auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Lärz, zwischen Rostock und Berlin, gefeiert. Unter dem Motto „vier Tage Ferienkommunismus“ findet das ungewöhnliche Fest immer mehr Anklang und bietet mit seiner entspannten Atmosphäre auf jeden Fall das versprochene Ambiente.

Die Anlage in Mecklenburg-Vorpommern wurde 1993 von der Sowjetarmee aufgegeben und von dem Verein „Kulturkosmos Müritzsee e.V.“ gekauft. Seitdem veranstaltet der Verein dort regelmäßig Partys in größerem Umfang.

Die drei Tage Festival waren eine sehr inspirierende Begebenheit, bei der die Besucher einen ganzheitlichen Überblick über die alternative Szene in Deutschland erhalten konnten. Die lockere Atmosphäre auf dem Gelände war ein Zeichen, dass das praktizierte Konzept vom Publikum angenommen und genossen wurde.



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