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Klimaschutz und steigende Energiekosten: Energiespartipps - Teil 1


09.08.2007 (D. Düllmann) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.sw-greifswald.de

Die Klimaerwärmung ist ein globales Problem. Die EU-Staaten verhandeln über mögliche Maßnahmen und auch auf dem G8-Gipfel war die Klimaerwärmung ein Schwerpunktthema. Es werden Lösungen gesucht, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern. Jeder Bürger kann etwas für die Umwelt tun und dabei sogar Geld sparen, denn Energie wird immer teurer.

In der zweiteiligen Serie soll eine Auswahl von Energiespartipps vorgestellt werden, denn das individuelle Verhalten kann den Energieverbrauch enorm senken. Der erste Teil geht auf die Ratschläge ein, die jeder sofort im Alltag umsetzen kann. Im zweiten Teil werden Tipps angeführt, die zwar Zeitaufwand bedeuten und zuerst Kosten verursachen, sich aber langfristig bezahlt machen.

Beleuchtung kostet viel Strom – vor allem in den Wintermonaten. Beachten Sie, dass nur dort Lampen an sind, wo sie wirklich notwendig sind. Selbst bei kurzzeitigem Verlassen des Raumes sollte das Licht ausgemacht werden. Eine Ausnahme besteht bei Energiesparlampen, da sie eine längere Lebensdauer haben, wenn sie nicht so oft ein- und ausgeschaltet werden.

Fast jeder Haushalt in Deutschland ist mit einem Computer und einem Internetanschluss ausgestattet. Die meisten Internet-Nutzer haben eine Flatrate, die dazu verleitet den PC auch bei größeren Nutzungspausen nicht herunterzufahren. Der Stromkonsum steigt dadurch enorm. Daher den Rechner immer abstellen, wenn er nicht benötigt wird. Der Monitor kann ebenfalls abgeschaltet werden, wenn der PC zwar an bleiben muss, aber nicht aktiv genutzt wird. Denn auch der Monitor beansprucht sonst unnötigen Strom.

Andere Stromfresser sind Fernseher, Videorecorder, Satelliten-Receiver, CD-Player, Radio, HIFI-Anlagen und DVD-Player. Vor allem im Stand-by-Modus ist der Verbrauch sehr hoch. Am Besten werden die Geräte an Steckdosenleisten mit Netzschalter angeschlossen. So ist zwar bei jeder Nutzung erst die Leiste zu aktivieren, doch der Komfort die Geräte nur über eine Fernbedienung einschalten zu müssen kostet Energie. Zudem schützt ein solcher Mehrfachstecker vor Datenverlust und Hardwareschäden bei Blitzschlag und Kabelbrand.

Des Weiteren sollten die Fenster nicht dauerhaft gekippt sein, sondern mehrmals täglich für kurze Zeit weit geöffnet werden. Der Luftaustausch ist zum einen besser und zum anderen wird weniger Strom beim Heizen verbraucht. Schalten Sie beim Verlassen der Wohnung die Heizkörper nicht ganz ab, denn einen komplett abgekühlten Raum wieder warm zu heizen verbraucht mehr Strom als den Raum über ein paar Stunden leicht erwärmt zu halten. Heizkörper sollten nicht zugestellt oder abgedeckt werden, da sich sonst die Wärme nicht im Raum verteilen kann.

Dennoch sollten die Räume nicht zu warm sein. Überheizte Räume sind ungesund und erhöhen die Erkältungsgefahr, außerdem spart jedes Grad weniger Raumtemperatur 6 % Heizkosten. Die perfekte Raumtemperatur beträgt 18 Grad Celsius in der Küche, 16 Grad Celsius im Badezimmer und 17 Grad Celsius im Schlafzimmer. Fenster bieten eine große Fläche für Wärmeverlust, deshalb sind Rollläden und Vorhänge nachts zu schließen, da das der Wärmedämmung dient und Energie spart.

Die Energiekosten bei der Nutzung von warmem Wasser lassen sich ebenfalls reduzieren. Daher das Wasser beim Zähneputzen, beim Rasieren und beim Einseifen unter der Dusche nicht die ganze Zeit laufen lassen.

Weitere Energiesparmaßnahmen sind die vollständige Ausnutzung des Volumens von Wasch- und Geschirrspülmaschinen, sowie eine angemessene Programmwahl. Bei nur leicht verschmutztem Geschirr ist ein Verzicht auf die Vorwäsche vorteilhaft. Wäschetrockner verbrauchen besonders viel Strom, darum entweder einen Trockenraum nutzen oder Kleidung nach draußen hängen. Wenn keine Möglichkeit hierzu besteht, dann sollte der Luftfilter nach jedem Trockengang von Flusen gereinigt werden. Ansonsten verlängern sich die Trocknungszeiten unnötig.

Beim Kochen verhindern Deckel auf Töpfen und Pfannen, dass Wärme und Wasser entweichen können und sich dadurch der Kochvorgang unnötig verlängert. Erhitzen Sie nicht mehr Wasser als sie tatsächlich benötigen. So reichen zum Garen von Gemüse und Kartoffeln schon wenige Zentimeter Wasser. Schalten Sie beim Kochen und Backen das Gerät fünf bis zehn Minuten früher aus, da die Nachwärme so am besten genutzt werden kann. Die Backofentür nur wenn erforderlich öffnen, da sonst Energie verloren geht. Im Winter könnten Sie nach dem Kochen / Backen die Restwärme zum Heizen nutzen.

Kühl- und Gefrierschränke verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes im Haushalt. Um den Verbrauch dennoch möglichst gering zu halten, sollten Sie erhitzte Lebensmittel erst abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank oder in den Gefrierschrank gestellt werden. Durch eine gute Ordnung im Kühlschrank werden Lebensmittel schneller gefunden, so gelangt weniger warme Luft in das Gerät.

Im zweiten Teil der Serie werden Tipps gegeben, die beim Kauf von Elektrogeräten zu beachten sind. Auch einige Umbaumaßnahmen in der Küche können Energie sparen.



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