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Sport im 21. Jahrhundert: Opium auch für das Tier?


14.08.2007 (J. Rohrbach) Kategorie: Lifestyle

Bild: www.compuserve.de

Springreiten kennt jeder. Aber wer hat schon mal etwas von „Kaninhop“ oder „Froschweitsprung“ gehört? Hier finden Sie eine Reihe von nicht ganz alltäglichen Sportarten, die mit Tieren betrieben werden. Angetreten wird in den Kategorien Rennen, Springen und Kämpfen.

Rennen

Beim Rennsport geht es darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Einige Menschen versuchen das auf ihren zwei Beinen, zu Pferd, mit dem Fahrrad, Motorrad oder Auto. Andere schauen lieber beim Rennen zu und lassen Hunde für sich laufen. Doch es gibt auch Personen, die ihr Glück beim Straußen-, Kamel- oder Schneckenrennen versuchen. Noch nie gehört? Dann lesen Sie weiter!

Viele südafrikanische Farmer veranstalten spektakuläre Straußenrennen. Dabei können die Strauße mit Jockey bis zu 60 km/h erreichen. Das Straußenrennen ist jedoch keine alte Tradition, sondern wird erst seit wenigen Jahren als Touristenattraktion veranstaltet. Kritiker der Rennen sprechen dabei von Tierquälerei, da der Körperbau der Tiere nicht für derartige Belastungen ausgelegt sei.

Weniger kritisch werden seit neustem Kamelrennen betrachtet. Dieser Traditionssport wird in vielen arabischen Ländern betrieben, ähnlich dem weiter verbreiteten Pferderennen. Früher waren häufig südostasiatische Kinder die Jockeys. Um die Kinder aus ihrem sklavenähnlichen Leben zu befreien und gleichzeitig technologischen Fortschritt zu beweisen, kommen seit 2005 immer häufiger ferngesteuerte Roboter-Jockeys zum Einsatz. Zudem wurde das Mindestalter auf 18 Jahre angehoben.

Nicht ganz so spektakulär gestaltet sich das Schneckenrennen. Die Sportart ist vor allem interessant für herzinfarktgefährdete und etwas gemütlichere Personen. Meist werden die Rennschnecken dabei in die Mitte eines Kreises gesetzt. Gewonnen hat dabei die Schnecke, die zuerst den Kreis „überkriecht“. Ist britischen Forschern Glauben zu schenken, haben Schnecken mit einer geringeren Schleimproduktion die besten Chancen auf den Sieg.

Springen

Nein, hier geht es nicht um Springreiten auf Pferden, das wäre ja viel zu gewöhnlich! In dieser Rubrik sollen Kaninchen, Frösche und Schweine ihr Können beweisen.

So zum Beispiel beim Kaninhop. Die dem Kaninchen angeborenen Bewegungsarten, sprich Springen und Hüpfen, sind hier von besonderer Bedeutung. Die Langohren treten bei einer Art Hürdenlauf in den Disziplinen gerade Hindernisbahn, nummerierter Hindernisparcour, Hoch- und Weitsprung an. Dabei werden sie von ihren Besitzern an der Leine durch den Parcours geführt. Es gibt sogar spezielle Läden, in denen verschiedene Hindernisse für die Hoppler erworben werden können.

Bei einem weiteren Hürdenlauf beweisen Schweine ihr Sprungtalent: beim Schweinerennen. Sie sind eine beliebte Attraktion auf Volksfesten und Landwirtschaftsaustellungen. Bekanntester Akteur ist wohl das Rennschwein Rudi Rüssel. Während Rudi und viele andere Rennschwein-Vertreter auf gerader Rennstrecke versuchen, möglichst schnell ans Ziel zu kommen, müssen andere einen Rundparcours mit Hindernissen ablegen. Ob Schweine besonders gute Springer sind, sei dahingestellt.

In etwas kleinerem Rahmen dagegen geht es beim Froschweitsprung zu. Die possierlichen Tierchen müssen jedoch im Gegensatz zu Kaninchen und Schweinen keinen ganzen Hindernisparcours, sondern lediglich drei Sprünge hintereinander absolvieren. Wer am weitesten springt, gewinnt. Alljährlich im Mai findet im amerikanischen Calaveras die Veranstaltung „Calaveras County Fair & Jumping Frog Jubilee“ statt, die regelmäßig viele Besucher anlockt und bei der sich alles ausschließlich um die grünen Gesellen dreht.

Kämpfen

Nicht nur Menschen kennen Karate, Boxen und Co. Auch unter Tieren wird sportmäßig gekämpft. Stark umstritten und teilweise verboten sind Hahnen- und Hundekämpfe, bei denen die Tiere aggressiv gemacht und dann aufeinander losgelassen werden. Meist enden die Kämpfe mit dem Tod eines Tieres.

Weniger blutig geht es beim Grillenkampf zu. Er war lange chinesischer Nationalsport und ist dort auch heute noch weit verbreitet. In Shanghai gibt es sogar spezielle Märkte, auf denen sämtliches Zubehör für die Haltung und Pflege der Grillen angeboten wird. Beim Kampf wird das natürliche Imponier- und Territorialverhalten der männlichen Grillen ausgenutzt. Dazu werden beide Grillen mit einem Sichtschutz in den „Ring“ gesetzt. Wird letzterer entfernt, boxen die Tiere mit ihren Vorderbeinen aufeinander ein, bis der Gegner aus dem Gleichgewicht kommt und auf den Rücken fällt. Die Siegergrille verkündet ihren Triumph dann mit lautem Gesang.

Was halten Sie von diesen Sportarten? Waren Sie schon einmal Zuschauer bei einer der Sportarten? Oder kennen Sie vielleicht noch weitere Skurrilitäten im Bereich des Tiersports? Dann diskutieren Sie dies mit uns in unserem Life-Go-Forum!



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