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Die Weltbevölkerung erreichte im Juni 2005 hochgerechnet einen Stand von 6,477 Milliarden Menschen.
Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist dynamisch pulsierend. Man muss allerdings beachten, dass die Zahlen vor dem 19. Jahrhundert ebenso Schätzungen sind wie die neusten Ergebnisse. Die Genauigkeit hängt hierbei von den Forschungsständen über die Bevölkerungsdichte ab.
In der Neuzeit zeigen die Daten, dass seit dem 19. Jahrhundert ein rapides so genanntes exponentielles Bevölkerungswachstum eingetreten ist. Im 20. Jahrhundert vervierfachte sich die Weltbevölkerung fast. Erstmals übersprang die Menge der weltweit lebenden Menschen die 6-Milliarden-Marke im Oktober 1999, so die UN. Heute kommen in jeder Sekunde 2,5 Babys zur Welt. Wenn die Entwicklungsdynamik andauert, dann kämen ca. alle 14 Jahre 1 Milliarde Menschen hinzu. Zu beachten bleibt, dass das Wachstum der Bevölkerung überwiegend in Entwicklungsländern, weniger entwickelten und ärmeren Staaten der Welt stattfindet.
Aktueller Stand der Kontinente Mitte 2005, aus DSW-Datenreport 2005:
Asien: 3921 Millionen (60,5 %)
Afrika: 906 Millionen (14,0 %)
Europa: 730 Millionen (11,3 %)
Lateinamerika und Karibik: 559 Millionen (8,6 %)
Nordamerika: 329 Millionen (5,1 %)
Ozeanien: 33 Millionen (0,5 %)
Neuste Prognosen stellen dar, dass in 50 bis 100 Jahren ein Maximum von 13 Milliarden Menschen erreicht werden könnte. Im Anschluss vermutet man eine geringe Abnahme und dann die Stagnation der Weltbevölkerung.
Die Ursachen der Bevölkerungsexplosion sind dabei vielschichtig. Zu allererst sollte man hier die global steigende Lebenserwartung bzw. die Senkung der Sterberate durch bessere medizinische Versorgung nennen.
Ein weiterer Grund ist, dass in vielen Entwicklungsländern die Kinder zum Lebenserwerb und zur Altersversichtung dienen. Dies ist schon allein wegen dadurch häufig entstehenden Kinderarbeit ein sehr schwerwiegendes Problem. Unzureichende Bildungs- und Rechtssysteme sowie traditionelle und religiöse Vorstellungen zügeln die Emanzipation und Gleichstellung der Frauen in den genannten Ländern enorm. Frauen werden oft sehr früh verheiratet und ihre Gesellschaftlich Rolle besteht darin Nachwuchs in die Welt zu setzen. Der Entschluss gegen Kinder oder gar Abtreibungen und somit fehlende Selbstbestimmung über Körper und das eigene Leben ist den Frauen oft nicht erlaubt. Als Folge dessen wird das Bevölkerungswachstum vorangetrieben.
Entstehende Probleme sind Platzmangel, Hungersnöte und Arbeitslosigkeit - alles menschenunwürdige Zustände!
Daten des CIA World Factbook über die 15 bevölkerungsreichsten Staaten vom Juli 2005:
Volksrepublik China: 1306 Millionen (etwa 20,4 % der Weltbevölkerung)
Indien: 1080 Millionen (etwa 16,9 %)
USA: 296 Millionen (etwa 4,6 %)
Indonesien: 242 Millionen (etwa 3,8 %)
Brasilien: 186 Millionen (etwa 2,9 %)
Pakistan: 162 Millionen (etwa 2,5 %)
Bangladesch: 144 Millionen (etwa 2,5 %)
Russland: 143 Millionen (etwa 2,2 %)
Nigeria: 129 Millionen (etwa 2,0 %)
Japan: 127 Millionen (etwa 2,0 %)
Mexiko: 106 Millionen (etwa 1,7 %)
Philippinen: 88 Millionen (etwa 1,4 %)
Vietnam: 84 Millionen (etwa 1,3%)
Deutschland: 82 Millionen (etwa 1,3 %)
Ägypten: 78 Millionen (etwa 1,2 %)
Die Hälfte der Menschheit lebt in den sechs bevölkerungsreichsten Staaten: China, Indien, USA, Indonesien, Brasilien und Pakistan.
Die höchste Bevölkerungsdichte weist der Stadtstaat Monaco mit 16.000 Einwohnern pro Quadratkilometer auf (Stand 2002). Der Staat mit der geringsten Bevölkerungsdichte der Welt ist die Mongolei mit 1,7 Einwohnern/km². Auffällig hohe Bevölkerungsdichten gibt es in Indien, Bangladesh, Ostchina, Korea, Japan, Java, den Niederlande, Großbritannien, Nildelta, Niger und an der US-Ostküste. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte der Erde beträgt 42 Menschen pro Quadratkilometer, wenn nur die Landflächen gerechnet werden.
Beispiel:
Statistisch gesehen können sich Menschen in 100 Jahren durch 3 Generationen 3 Mal verdoppeln. In Bangladesh teilen sich momentan 836 Einwohner einen Quadratkilometer. Wenn man es also hochrechnet, ergäbe sich folgendes:
836 Menschen * 2 => 1672 Menschen * 2 => 3344 Menschen * 2 => 6688 Menschen
Im Jahr 2105 würden dann 6688 Personen auf 1 km² leben.
Nach dieser Versechsfachung würden sich in Bangladesh dann 6 Menschen 1 m² teilen!
In Deutschland hingegen sieht es ganz anders aus. Das Bevölkerungswachstum ist so stark rückläufig, dass das Sozialsystem bzw. der Generationenvertrag zusammenbricht. Durch die rückläufige Zahl junger, erwerbstätiger Bundesbürger entstehen große finanzielle Löcher im Staatshaushalt, wodurch zum Beispiel die Altersversorgung nicht mehr gesichert werden kann.
In der Volksrepublik China, die ein massives Problem mit dem Bevölkerungswachstum hat, da in ihr ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt, wurden inzwischen regulierende Maßnahmen ergriffen. So gibt es seit 1979 ein Gesetz zur „Ein-Kind-Ehe“. Ausnahmen werden genehmigt, sollte man Zwillinge bekommen (Dies wird unter den Paaren als großes Glück betrachtet.) oder das erste Kind ein Mädchen sein. Sollten sich Paare widersetzen, gibt es hohe Geldstrafen und sogar staatlich erzwungene Abtreibungen und Sterilisation. Umgesetzt werden konnten diese Maßnahmen allerdings erst in den Städten und die Dunkelziffer der auf dem Land illegal geborenen Kinder ist unklar.
Makaber ist, dass Kriege, Naturkatastrophen (wie die Tsunami-Welle diesen Jahres) sowie Krankheiten und Seuchen wie beispielsweise Aids und die Pest eine kleine „Hoffnung“ darstellen. Sie stoppen das Bevölkerungswachstum zwar nicht, können es aber verlangsamen.
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