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Der ADAC hat bei einer Auswertung von 1,95 Millionen Zwischenfällen herausgefunden, dass die Autos von deutschen Herstellern besonders pannensicher sind.
In sieben von acht Auto-Kategorien liegen deutsche Fahrzeuge auf den vorderen Plätzen. Damit setze sich ein Trend fort, der sich bereits in den vergangenen zwei Jahren abgezeichnet habe, gab der ADAC bekannt. Mit Ausnahme der Minivan-Klasse, in der Mazda und Mitsubishi gemeinsam führen, kommen die verbleibenden sieben Klassensieger von den renommierten Marken Audi, Mercedes, BMW und Volkswagen.
Bei Kleinwagen führt in der ADAC-Pannenstatistik wie im letzten Jahr der Audi A2 vor dem BMW Mini. Der Renault Modus schafft es auf Platz drei. In der unteren Mittelklasse wurde der BMW 1er Bester vor dem Vorjahressieger Mazda 323 und dem Audi A3. In der Mittelklasse erwiesen sich Audi A4, Mercedes C-Klasse und BMW 3er als sehr zuverlässig, in der Oberklasse Audi A6, Mercedes E-Klasse und BMW 5er.
Bei Sportwagen und Cabrios führt der Mercedes CLK vor dem BMW 3er-Cabrio und dem Mercedes SLK. Bei den Geländewagen verdrängten BMW X3 und Mercedes ML den Toyota RAV4 auf Platz drei. Bei den Vans kam der VW Sharan auf Platz eins, bei den Minivans siegten der Mazda Premacy und der Mitsubishi Space Star gemeinsam vor dem VW Touran.
Als Pannenquelle Nummer Eins wird die allgemeine Fahrzeugelektronik genannt (38,6 %). Die Zündanlage hat in 13,6 % der Fälle versagt. In 7,6 % der Pannen war der Motor Schuld und kaputte Reifen legten in 6,7 % der Defekte den Wagen lahm. Es folgten Probleme mit der Einspritzanlage (6,6 %), Kühlung und Heizung (6,0 %), Kraftstoffsystem (5,9 %), Kupplung und Getriebe (4,2 %) und der Auspuffanlage (2,2 %).
Autofahrer können leider nicht viel tun, um Pannen wegen streikender Batterien zu vermeiden. „Die meisten Autofahrer wissen heute ja gar nicht mehr, wo ihre Batterie überhaupt verbaut ist“, sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Oft seien sie für den Laien schwer zu finden und gälten als „wartungsfrei“.
Wer an seine Batterie im Motorraum noch herankommt, sollte regelmäßig Flüssigkeit auffüllen und die Kontakte schmieren. „Das Problem ist, dass Batterien heute immer mehr leisten müssen – es gibt ja in den Autos immer mehr Komfortgeräte wie Klimaanlage und MP3-Player.“ Diese belasteten die Batterien. Zudem habe eine Batterie schlicht keine längere Lebensdauer als vier oder fünf Jahre.
In die ADAC-Pannenstatistik kommen ein- bis sechsjährige Autos, die mindestens drei Jahre lang im Wesentlichen unverändert gebaut wurden. Außerdem müssen sie in einem Jahr 10.000 Neuzulassungen erreichen, um in der Wertung beachtet zu werden. Deutsche Autos wurden in den vorigen Jahren immer von den zuverlässigeren japanischen Autos geschlagen. Doch dieser Trend scheint sich zu ändern. Die deutschen Hersteller holen auf.
*TABELLE*
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