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In diesem Teil werden Tipps angeführt, die zwar Zeit kosten und eine Investition bedeuten können, sich aber langfristig auszahlen. So ist beim Kauf von Elektrogeräten einiges zu beachten und auch durch Umbaumaßnahmen in der Küche können Sie Ihren Energieverbrauch senken.
Einige Investitionen reichen um den Energieverbrauch langfristig senken zu können. Normale Glühlampen können durch Energiesparlampen ersetzt werden. Die gibt es bereits in zahlreichen Formen und Farben. Sie kosten zwar ca. 7 Euro mehr als herkömmliche Glühbirnen, dennoch lohnt sich ein Wechsel. Etwa 10 Euro Stromkosten werden pro Jahr und Lampe gespart. Des Weiteren ist die Lebensdauer um einiges höher. Jedoch nur dann, wenn sie nicht häufig an- und ausgeschaltet werden. In Durchgangsräumen, in denen die Lampe häufig und nur kurzzeitig angeschaltet wird sind weiterhin normale Glühbirnen zu empfehlen.
In Australien soll es ab 2010 gar keine Glühbirnen mehr, sondern nur noch Energiesparlampen geben. Die Nutzung soll regelrecht verboten werden. Auch der US-Bundesstaat Kalifornien beschäftigt sich zurzeit mit einem Gesetz, welches die herkömmliche Glühbirne verbieten soll.
Sparsame Duschköpfe und Armaturen verringern den Wasserverbrauch. In Sparbrausen sind Durchflussmengenbegrenzer oder „Luftspudler“ integriert, die den Wasserverbrauch beim Duschen um 3 bis 6 Liter pro Minute senken und somit bis zu 50 % einsparen. Der „Luftsprudler“ besteht aus feinmaschigen Sieben, durch welches dem Duschwasser Luft zugesetzt wird und ein Luft-Wasser-Gemisch entsteht. Obwohl weniger Wasser aus dem Duschkopf kommt wirkt der Strahl genauso stark und breit wie bei einem herkömmlichen Duschkopf. Einen Komfortverlust gibt es nicht.
Die sparsamen Duschköpfe gibt es schon für unter 10 Euro im Baumarkt und da sie leicht nachträglich einbaubar sind, rentiert sich der Kauf schnell. Jedoch beachten Sie, dass bei drucklosen Speichern und Durchlauferhitzern der Begrenzer nicht verwendet werden darf. Außerdem können Sie Wasser sparen, wenn tropfende Wasserhähne umgehend repariert werden, da ansonsten rund 170 Liter Wasser pro Monat ungenutzt verloren gehen.
„Sparspüler“ in den Toilettenkästen verringern den Wasserverbrauch. Ein herkömmlicher Spülkasten verbraucht dreimal mehr Wasser. Ein Spülkasten mit Spartaste zahlt sich daher aus. Ein neuer Spülkasten mit Spartaste kostet im Baumarkt 120 Euro. Überdies sollte regelmäßig kontrolliert werden ob die WC-Spülung möglicherweise undicht ist. Wenn das der Fall ist, können bis zu 20 Liter Wasser je Stunden auslaufen. Überprüfen Sie ihre Toilette nach längerer Benutzungspause, indem ein Blatt Toilettenpapier dort hingelegt wird, wo beim Spülen das Wasser aus dem Kasten fließt. Wird das Papier feucht ist eine Reparatur notwendig.
Die Kunststoffdichtungen an Fenstern und Türen sollten regelmäßig erneuert werden, da sie schnell porös und undicht werden. Dazu zählen auch die Gummidichtungen an den Türrahmen ihrer Kühlgeräte. Ein Meter kostet zwischen 2 und 4 Euro, je nach Qualität und Anbieter. Ein Preisvergleich lohnt sich bei einem kompletten Austausch aller Dichtungen daher auf jeden Fall.
In der Küche gibt es viele weitere Energiefresser und zahlreiche Sparmaßnahmen sind umsetzbar. Beim Neukauf sollten Sie beim Herd ein Glaskeramikfeld vorziehen, da damit sparsamer gekocht wird als mit Gusskochplatten.
Ein „Kampf“ der in vielen Küchen zwischen Herd und Kühlschrank stattfindet hat einen hohen unnutzen Energieverlust zur Folge. Daher sollten Herd und Kühlschrank auf keinen Fall nebeneinander stehen. Durch die Kälte des Kühlschrankes verlängert sich das Vorheizen und durch die Wärme des Herdes muss der Kühlschrank noch mehr Energie zum Kühlen aufwenden.
Bei Kühlschränken sollten Sie auf die Energieeffizienzklasse achten. Klasse A verbraucht ein Drittel der Energie eines alten Kühlschrankes. Seit 1994 gibt es die Einteilung in Effizienzklassen von A-G. Ist Ihrem Gerät keine Klasse zugeordnet oder es hat die Klasse C oder schlechter sollte es ausgetauscht werde. Die Neuanschaffung, für welche Sie mindestens 250 bis 300 Euro ausgeben müssten, lohnt sich selbst wenn das alte Gerät noch funktionstüchtig ist. Wenn dann ein neues Gerät gekauft wird ist auch auf die richtige Größe zu achten. 60 Liter Nutzinhalt pro Person sind ein angemessener Richtwert. Als Ausnahme gelten 1-Personen-Haushalte. In diesem Fall sind 100-120 Liter zu empfehlen.
Bei Gefriergeräten sind Gefriertruhen um 30 % sparsamer als Gefrierschränke und auch hier sollte ein nicht zu großes Gerät gekauft werden. Denn eine halbleere Gefriertruhe benötigt fast genauso viel Strom wie eine gut gefüllte. Als Richtwert sind hier 50-80 Liter Nutzinhalt pro Person in einem Haushalt, in dem eine geringe Vorratshaltung üblich ist. Ist jedoch die Vorratshaltung eher ausgeprägt, dann sind 100-130 Liter Nutzinhalt pro Person sinnvoll.
Um eine Orientierung beim Kauf zu haben, gibt es auch bei Gefriergeräten eine Kennzeichnung. Sparsame Geräte haben die Energieeffizienzklasse A. Spitzengeräte mit einem geringen Stromverbrauch haben die Kennziffer A++. Bis zu 30 % mehr Strom, als die Spitzenprodukte, verbrauchen Geräte mit dem Kennzeichen A. Für den Kauf eines kleinen Gefriergerätes der Energieklasse A sind 150 Euro einzurechnen, größere Geräte kosten 200 bis 300 Euro. Die energiesparsameren Gefriertruhen erhalten Sie ab 250 Euro.
Ihre Heizungsanlage sollte regelmäßig geprüft und gewartet werden, da eine geringe Ablagerung von Ruß und ein nicht optimal eingestellter Brenner Mehrkosten von rund 5 % erwirken. Auch ein Austausch des veralteten Heizkessels ist ratsam, da so bis zu einem Drittel an Energiekosten gespart werden könne. Eine Modernisierung der Heizung und ein Wechsel zur sparsamen Ergas-Brennwerttechnik lohnen sich ebenfalls.
Bei der Anschaffung eines neuen Fernsehgerätes ist zu beachten, dass ein LCD- Fernseher einen um ein Viertel verringerten Stromverbrauch hat als ein gleich großer Fernseher mit Plasma-Technik.
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