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Der erste Teil der Doppelreihe „Verschmutzung der Meere“ befasste sich mit der Bedeutung der Ozeane für den Menschen und den Schäden, die durch Umweltverschmutzung entstanden sind. Im zweiten Teil wird nun anhand von einigen Beispielen erläutert, was für die Rettung der Meere getan werden kann.
Die Ozeane befinden sich in einem verheerenden Zustand. Überfischung und Verschmutzung gefährden die Existenz aller Meereslebewesen und damit auch die der Menschheit. Schuld an der ernsten Lage sind nicht nur Industrie oder skrupellose Firmenbosse: Die Umweltschutzorganisation „Green Ocean“ fand heraus, dass 65 % des im Meer verbreiteten Plastikmülls aus privaten Haushalten stammt. Der tägliche Trinkwasserverbrauch in der Bundesrepublik liegt bei 127 Liter pro Person. 2006 hat jeder Deutsche etwa 16 Kilogramm Fisch konsumiert. Jeder Einzelne ist also beteiligt an der Ausbeutung der Meere und steht daher auch in der Verantwortung.
Viele große Organisationen wie der WWF (World Wide Fund For Nature) oder Greenpeace engagieren sich für den Schutz der Meere. Sie verfolgen weltweite Projekte, von Strandsäuberungen bis zu groß angelegten Protestaktionen gegen den kommerziellen Walfang. Dadurch wurden schon einige bedeutende Erfolge erzielt. So konnte 2004 mit Hilfe des WWF die Genehmigung des internationalen Walfleischhandels verhindert werden.
Erfolge der aktiven Meeresschützer
1999 gründete der damals 13-jährige Schüler Christoph Schneider das UmweltschutzWeb. Ihm war aufgefallen, dass es im Internet nur wenige Informationen zum Thema Umweltschutz gab. Das wollte er ändern. Also wurde er selbst aktiv, nahm Kontakt zu Greenpeace und anderen großen Organisationen auf und schuf sich so selbst wichtige Kontakte. Heute betreibt er ein ganzes Netzwerk von Internetseiten unter anderem www.umweltkids.de und www.umweltschutz-news.de. Für seine Arbeit wurde er 2002 mit dem Jugendumweltpreis des WDR ausgezeichnet.
Im April 2006 unternahm der deutsche Unternehmensberater Andreas Morlok einen Protestmarsch für den Schutz der Wale. Er reiste in 100 Tagen zu Fuß von Radolfzell am Bodensee nach Oslo in Norwegen, um dort mit der Regierung zu reden. Unterwegs sammelte er Unterschriften gegen den kommerziellen Walfang und besuchte verschiedene Schulen, um über seine Aktion zu berichten. Am Ziel seiner Reise wurde ihm tatsächlich Gehör geschenkt. Er wurde von Mitarbeitern des Fischerei-Ministeriums freundlich empfangen und konnte seine Argumente vorbringen. Nach seiner Abreise wurde immerhin ein dreiwöchiges Walfangverbot ausgesprochen.
Ein Jahr danach, im Mai 2007 umrundete ein Mann gemeinsam mit seinem neunjährigen Sohn schwimmend die Insel Bali. Unterwegs sammelten sie den Müll aus dem Wasser und klärten bei ihren Landgängen die Bevölkerung über die ernste Lage auf, in der sich die Ozeane sich befinden. Dabei konnten sie über ein Dutzend Sponsoren gewinnen, meist kleine Hotels und Tauchclubs. Für Ende August 2007 ist schon die nächste Expedition, eine Schnorcheltour von Malaysia nach Bali, geplant.
Was können Sie tun?
Auch durch weniger aufwendige Taten können große Erfolge erzielt werden. Es gibt zahlreiche Medien die Tipps und Anregungen zum Thema Umweltschutz bieten. Empfehlenswert sind unter anderem das Buch „50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten. Und wie Sie dabei Geld sparen“ von Andreas Schlumberger oder die Internetseite www.nabu.de vom Naturschutzbund Deutschland e.V. Des Weiteren können Beschwerde-E-Mails, Protestbriefe und telefonische Kritik durchaus das Verhalten großer Unternehmen beeinflussen.
Außerdem kann ein sparsamer Umgang mit Ressourcen die Umwelt enorm entlasten. Laut dem Umweltbundesamt wäre es möglich 30 Kraftwerke einzusparen, wenn die Möglichkeiten des Stromsparens besser umgesetzt würden. Die in Deutschland allein durch den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten verbrauchte Energie, entspricht dem jährlichen Gesamtbedarf Berlins. Somit könnten alle 17 Atomkraftwerke in der Bundesrepublik geschlossen werden.
Das zeigt welche Macht die Verbraucher haben, wenn sie zusammenhalten. Jeder Einzelne ist also auch in der Lage, viel für den Umweltschutz zu erreichen. Wir alle sind abhängig von der Welt in der wir leben. Daher ist es wichtig, selbst Verantwortung für sie zu übernehmen. Es kann nicht länger darauf gewartet werden, dass andere etwas tun. Die Zukunft liegt in Ihrer Hand!
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