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Fit durch den Herbst


23.09.2007 (P. Laux) Kategorie: Technik

Bild: www.postamt.tv

Der Herbst steht vor der Tür. Am 23. September 2007 vollzieht sich der astrologische Wechsel der Jahreszeiten. Das passende Wetter dazu bekommen wir in unseren Breiten schon jetzt geliefert: kalte Nächte, zunehmend kürzere Tage, trübe Wolkenlandschaften sowie Wind und Regen. Da verwundert es nicht, wenn die Stimmung zeitweilig in den Keller sinkt oder Schnupfen- und Grippewellen ausbrechen.

Tatsächlich belegen wissenschaftliche Studien, dass alle Menschen auf das Wetter bzw. dessen Wechsel reagieren, wie der „Deutsche Wetterdienst“ (DWD) mitteilt. Geschieht das unter Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, so sprechen Experten von „Wetterfühligkeit“ oder „Wetterempfindlichkeit“. Die Phänomene treten oft in den Herbstmonaten auf, wenn das Wetter umschlägt. Sie sorgen dafür, dass die Symptome einer bereits bestehenden Krankheit verstärkt werden oder dass der Organismus mit der Anpassung an die neue Wettersituation überfordert ist.

Auch auf das subjektive Wohlbefinden kann sich der Wetterumschwung auswirken. Unter www.dwd.de/biowetter bietet der DWD deshalb den Service einer „Vorhersage für Wetterfühlige“ an. Auf wissenschaftlicher Grundlage können sich Interessierte dort Prognosen für wetterbedingte Risiken im Hinblick auf das gesundheitliche Befinden erstellen lassen.

Die Maßnahme wird jedoch den rund 1 % der deutschen Bevölkerung wenig helfen, die an einer sogenannten „saisonal abhängigen Depression“ (SAD), auch Herbst- oder Winterdepression, leiden. Dabei handelt es sich um mehr als ein vorübergehendes Krankheits- oder Traurigkeitsgefühl. Ein dauerhaftes Erleben fehlender Energie, Antriebslosigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis sind die Symptome dieser Unterform der depressiven Erkrankung.

Auch ein durch die Jahreszeit bedingtes vorübergehendes Stimmungstief kann jedoch eine ernste Angelegenheit sein, wenn dadurch zum Beispiel die Leistungsfähigkeit im Beruf oder in der Schule vermindert wird. Deswegen sollten Betroffene Strategien verfolgen, um den eigenen Energiehaushalt in Schwung zu bringen. Eine ideale Vorgehensweise dazu gibt es nicht. Die im Folgenden vorgestellten Maßnahmen sind aus diesem Grund am besten in Kombination anzuwenden.

Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft bei Tag gilt als besonders heilsam. Licht wirkt nämlich hemmend auf die Produktion des Hormons Melantonin, welches den Schlafrhythmus des menschlichen Körpers reguliert. Es wird in den Herbst- und Wintermonaten vermehrt ausgeschüttet. Außerdem regt über die Augen aufgenommenes Licht die Produktion von Botenstoffen wie Serotonin an. Das beeinflusst unter anderem Wohl- und Glücksempfinden des menschlichen Organismus positiv.

Sport ist ein weiteres gutes Mittel, um Depressionen zu bekämpfen. Zu dem Ergebnis kommt zumindest Dr. Fernando Dimeo, Sportmediziner an der „Freien Universität Berlin“, in einer Pilotstudie der Hochschule. Die Untersuchung lieferte Ergebnisse, die darauf schließen lassen, dass sich Sport günstig auf das physische und psychische Wohlbefinden auswirkt. Das gilt allerdings nur, wenn er regelmäßig betrieben wird.

Wichtig ist auch die ausgiebige Pflege sozialer Kontakte. Emotionaler Beistand nahestehender Personen hilft dem Menschen, Stress zu katalysieren und zu bewältigen. Ein gut ausgebautes soziales Netzwerk kann außerdem verhindern, dass ein Individuum sich von der Außenwelt isoliert.

Eine ausgewogene Ernährung vermag beim vorübergehenden Stimmungstief ebenfalls zu helfen. Stress kann mit magnesiumreicher Nahrung vorgebeugt werden, die auch das Nervensystem anregt. Der Verzehr von Schokolade unterstützt den Organismus dabei, ein herbstliches Gefühl von Missmut zu bekämpfen. Genau wie Licht regt auch die Süßigkeit die Produktion von Glücksbotenstoffen im Gehirn an, allerdings in geringerem Maße.

Allgemein gilt es, dem Körper in der „grauen“ Jahreszeit etwas bewusst Gutes zu tun und für Entspannung zu sorgen. Dazu können Wellness-Bäder, der Besuch einer Sauna und nicht zuletzt Yoga oder meditative Übungen zählen. Alles, was als positive Aktivität erlebt wird, hilft, den eigenen psychischen Gesundheitszustand stabil zu halten.

Wer einige der vorgestellten Tipps befolgt, dem sollte es möglich sein, die nun anbrechenden Monate gut vorbereitet und hoffentlich gesund zu überstehen. Das Team von Life-Go wünscht Ihnen dazu alles Gute. Mehr Informationen über Winterdepressionen finden Sie im folgenden Artikel: „Wenn die Dunkelheit krankt macht – Deprimiert durch die Wintermonate“



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